Genthin l Ein Treppenhaus voller Menschen gab es in der Sekundarschule Genthin. Grund war der zweite Sponsoren-Treppenlauf für den guten Zweck. 30 Läufer starteten zu je zehnminütigen Läufen durch das Treppenhaus. „Das darf man doch gar nicht“, rief ein Besucher. „Sonst darf man das nicht“, bestätigte Lehrerin Anke Rönck. „Heute darf man es ausnahmsweise schon.“ Denn es ging um die gute Sache.

Jeder Starter suchte sich vor dem Lauf einen Sponsor. In zwei Runden wurden die Läufer, Schüler und Teilnehmer aus dem Jugendhaus „Thomas Morus auf die Reise geschickt. Erst ging es die Treppen bis zur oberen Etage hinauf und über den Gang auf der anderen Seite wieder hinunter. Mancher kam dabei auf acht bis zehn Runden. Für jede gelaufene Runde bekamen die Starter ein Gummibändchen. Am Ende wurden diese gezählt und abgerechnet. Insgesamt kamen durch die Läufe und Einzelspenden mehr als 300 Euro zusammen.

Geld für Hospiz

Das Geld wird dem Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz zu Verfügung gestellt. „Wir haben vor einigen Jahren davon gehört, dass dieses Hospiz gebaut wurde und möchten mit unserer Aktion die Arbeit in der Einrichtung unterstützen“, sagt Anke Rönck. Bereits im vergangenen Jahr gab es den Sponsorenlauf. Mit Spendengeldern aus weiteren Aktionen konnten letztlich mehr als 400 Euro für den guten Zweck gesammelt werden. Für dieses Engagement bekam die Sekundarschule kürzlich das Siegel „Schule mit Herz“.

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Aber der Tag der offenen Tür stand nicht nur im Zeichen der guten Tat, sondern auch im Zeichen der Präsentation der Schule. Zu den Angeboten des Tages gehörten unter anderem die Experimente aus Physik, Biologie und Chemie. Lehrerin Petra Bergholz war im Physik-Raum ständig gefragt und präsentierte kleine Experimente zu Elektrizität, Mechanik und Optik, die nicht nur bei den jungen Besuchern auf Interesse stießen. Fröhlich wurden die Besucher im Russischraum von Lehrerin Elvira Dietert empfangen. „Dobryj Djen“ rief sie den Gästen zu, servierte den Gästen süßen Tee und russische Halva. „Das ist eine süße Spezialität aus Sonnenblumenkernen.“ Daneben wurde ganz passend natürlich hier und da ein wenig Russisch gesprochen. Wie das moderne Lernen aussieht, zeigte Lehrerin Petra Schulenburg am Beispiel der Lernplattform „Moodle“, die Übungen etwa im Fach Deutsch interaktiv zulässt.

Moderne Lernplattform

„Die Schüler können Aufgaben zu Grammatik und Rechtschreibung nicht nur auf der Plattform in der Schule, sondern auch von zu Hause lösen.“ Die Lernplattform ist nur ein Weg der modernen Gestaltung des Unterrichtes. Die Schule ist im Digitalkonzept verankert. Dieses begleitet die Digitalisierung auf verschiedenen Ebenen.

Auch gehöre dazu, dass die Schüler Kompetenzen im Umgang mit Medien erwerben. Geöffnet waren am Besuchertag auch der Hauswirtschaftsraum und die Cafeteria, wo Schüler leckere Snacks kredenzten. Auch in der Sporthalle konnte beim Volleyballturnier zugesehen werden. Insgesamt waren laut Schulleitung viele künftige Schüler vor Ort, aber auch eine Reihe Ehemalige.