Genthin l Was für ein Andrang. Selten bildeten sich am Anmeldestand für den Silvesterlauf solche Schlangen wie in diesem Jahr. „Wenn alles Zettel ausgefüllt sind, haben wir 240 Teilnehmer“, wusste Siegfried Hünecke vom veranstaltenden Lauf- und Triathlonverein (LTV) Genthin.

Letzlich wurden es sogar noch drei Starter mehr. Absoluter Rekord. „Es regnet nicht, wir haben rund acht Grad plus und die Strecke ist fest“, zählte LTV-Mitglied Egbert Siegert die Vorteile des aktuellen Laufes auf. In den vergangenen Jahren war es mal regnerisch, mal vereist und mal ungangenehm kühl.

Beste Bedingungen für den Lauf

In diesem Jahr lockte das fast frühlingshafte Wetter den ein oder anderen Teilnehmer mehr an den Start gehen ließ. Nach dem Startschuss, bei dem das optische Signal, die obligatorische Silvesterrakete eine Idee zu spät zündete, ging eine illustre Läuferrunde auf das 1,4 Kilomter lange Rund, das maximal fünfmal gelaufen werden durfte.

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Viele Kinder, aber auch viele Erwachsene machten sich auf den Weg. Unter anderem Läufer aus Tangermünde, von den Magdeburger Bogenschützen, die Parchener Laufsocken, Sportfreunde des TSV Brettin/Roßdorf, Borussia Genthin, Sportler des SV Chemie, natürlich die Läufer des Veranstalters und vor allem viele laufbegeisterte Genthiner mit ihren Familien gemischt.

Aber auch viele Gäste. Wie etwa die Ukrainerin Natalie Dnipro. Sie ist über die Feiertage zu Gast in Genthin und nutzte den Silvesterlauf zum Mitmachen. „Eine Runde bin ich gelaufen, das war genug“, meinte sie. Es sei nur zum Ausprobieren gewesen.

Viele Gäste am Start

Antje und Matthias Teske aus Schlagenthin hatten nicht nur Tochter Henrike, sondern auch zwei Austauschschüler dabei, die auf die Strecke gingen. Yannie Jong Yeon aus Südkorea lief die volle Distanz über sieben Kilometer in einer guten halben Stunde. „Ich treibe sonst auch Sport und das ging noch ganz gut“, fand er. Marina Leonardi aus Brasilien, derzeit in Schlagenthin zu Gast, lief drei Runden. „Aber mit Pause“, wie sie lachend bestätigte. Denn es sei ja nur ein Spaß.

Auch diesmal lief Paul Weinmann allen anderen davon. Vom Start weg an der Spitze schaffte der LTV-Läufer die sieben Kilometer in 24 Minuten. „Bist du geflogen?“, fragte ihn Siegfried Hünecke nach dem Zieleinlauf. „Geflogen nicht, aber wenn man die Möglichkeit hat, vorn zu laufen kann man das auch tun“, meinte Weinmann.

Geselliges Beisammensein

Die Bedingungen für fünf schnelle Runden seien sehr gut gewesen. „Ich laufe sonst auch Marathon, da sind sieben Kilometer nicht ganz so anspruchsvoll.“ Für Paul Weinmann stand, wie für viele Teilnehmer, das gesellige Beisammensein bei Glühwein und Schmalzgebäck rund um den Lauf, im Vordergrund.

„Man trifft sich mit Bekannten und kann noch ein wenig plaudern, bevor das Jahr zu Ende ist“, beschrieb es die Bergzowerin Simone Hinze. Sie gehörte zur Gruppe der Magdeburger Bogenschützen, die sich dem Lauf angeschlossen hatten.

Während für die Erwachsenen die sportliche Betätigung im Vordergrund stand, wurde die Leistung der Kinder mit Medaillen gewürdigt. Hier wurden 53 Stück an Kinder bis zehn Jahren vergeben.