Hohenseeden l Der 25. Mai ist ein fester Termin im Kulturkalender des Dorfes Hohenseeden. Das Spargelfest lockt immer viele Besucher in das Dorf in den Grenzen der Einheitsgemeinde Elbe-Parey. In den vergangenen Jahren ist das Fest noch ausgefallener geworden, es kamen immer wieder weitere Attraktionen hinzu.

Programm entfällt

Die Vereine im Dorf haben an einem Strang gezogen. Doch der eigentliche Veranstalter ist die Agrargenossenschaft Hohenseeden/Parchen. Der Parchener Patrick Wolter steht an der Spitze der Gesellschaft. „Da waren so viele Krisenzeiten“, sagt er nachdenklich. Nun gibt es eine weitere Hiobsbotschaft: Das Spargelfest kann nur in abgespeckter Form stattfinden.

Die Trockenheit macht der Agrargenossenschaft einen Strich durch die Rechnung. In der vergangenen Woche fielen in Abstimmung mit dem Vorstand der Agrargenossenschaft die Entscheidung. So fällt das gesamte Programm im Kulturhaus aus. Es wird keine Vorführung des Vereins „Lindenblüte“ geben, auch keine Auftritte der Kita, der Jagdhornbläser wie auch des Karnevalvereins.

Kein Rummel mit Fahrgeschäften

Auch das gesamte Programm auf dem Festplatz vor der Bauernscheune wird entfallen, obwohl viele unterschiedliche Händler erwartet wurden. Es wird keinen Rummel, keine Fahrgeschäfte geben. Keine weiteren Attraktionen sind zu erwarten. Das Geschehen wird sich im Bereich der Bauernscheune abspielen.

Stephan Komorowski wird verschiedene Spargelgerichte anbieten, und zwar in der Zeit von 11 bis 18 Uhr. Die Vereine im Ort bekommen die Möglichkeit sich im kleinen Rahmen zu präsentieren. Ein fester Partner bleiben die Moskitos aus Parey. Diese bieten unterschiedliche Angebote, vor allem für Kinder, an. Der Karnevalsverein wird Kaffee und Kuchen anbieten. Es gibt Schwein am Spieß.

Kein Grund zum Feiern

Am Abend wird dann Uwe Komorowski aktiv. „DJ Metermann“ sorgt für den richtigen Sound. Der Entschluss zu dieser Festvariante sei dem Vorstand nicht leichtgefallen. Einen Tag später wurden die Vereine über den Beschluss informiert. „Wir haben in diesem Jahr keinen Grund zum Feiern“, erklärt Patrick Wolter. Die Arbeitsplätze in der Agrargenossenschaft seien wichtiger als das Feiern. „Das Fest wird zwar von den örtlichen Vereinen getragen, aber die Kosten dafür muss die Agrargenossenschaft übernehmen“, stellt er fest.

Schon die Trockenheit im vergangenen Jahr habe dem Betrieb zu schaffen gemacht. „Das hat sich in diesem Jahr nicht geändert“, so Wolter. Das Wasser vom Himmel fehle einfach. „Man kann die großen Flächen nicht wirtschaftlich bewässern“, sagt er. Damit habe die Agrargenossenschaft keine Planungssicherheit.

Für das vergangene Jahr habe es vom Bund noch keine Dürrehilfe gegeben. Ein großes Problem sei auch die Grundfutterversorgung für die Rinderbestände. Insgesamt gibt es auf der Fläche der Agrargenossenschaft zirka 1500 Rinder in Parchen und Hohenseeden. „Aufgrund der Trockenheit mussten wir 200 Mastbullen vorzeitig schlachten“, stellt Wolter fest. Um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten, sind 25 Arbeitsplätze nötig. Diese wolle man erhalten. Patrick Wolter hofft auf Regen und in Sachen Spargelfest auf Verständnis bei den Besuchern.