Zabakuck l "Das siebte Mal findet die Veranstaltung inzwischen statt, das zeigt, dass sich der Zabakucker Triathlon zu einer festen Größe entwickelt hat“, freute sich Elko Bernau. Er hatte bei dem Event den Hut auf.

Er freut sich, dass auch dieses Jahr wieder die 100-Teilnehmer-Marke erreicht, ja sogar leicht übertroffen wurde. Es heiße zwar Jedermann-Triathlon, doch es sei schon ein spezieller Wettkampf, schmunzelt Bernau. Mit lautem Kommando zählt er rückwärts: "Auf die Plätze, 3, 2, 1, los.“ Mit dem Kommando stürzen sich zunächst 31 Kinder in den Altersklassen sechs bis fünfzehn in das Wasser des Zabakucker Sees. Bei den Erwachsenen, stellten sich 72 Starter an die Ausgangslinie. Lutz und Ilona Reinecke aus Berlin, Großeltern des jüngsten Teilnehmers Julian (6), sind von den sportlichen Möglichkeiten angetan: "Schön, dass hier die Altersbegrenzung so heruntergesetzt wurde, dass sich schon die Jüngeren in dieser Dreier-Kombination versuchen können.“

Extra-Strecke für Kids

Für die Kinder und Jugendlichen bis 15 Jahre gibt es eine dem Alter angepasste Streckenfestlegung, bei der es gilt, 60 Meter zu schwimmen, drei Kilometer mit dem Rad zu absolvieren, bevor es auf die Laufstrecke über einen Kilometer geht.

Bilder

Die über 15-Jährigen mussten ganz anderer Parameter bewältigen: Freistil-Schwimmen über eine Distanz von 500 Metern, anschließend 5.000 Meter laufen und zum Schluss noch mit dem Rad 15 Kilometer bewältigen.

Kinder dabei

Flink und ausdauernd müssen Starter beim Jedermann-Triathlon sein, um sich unter den vorderen Plätzen wiederzufinden. Und das ist für Familie Rasch aus Genthin Programm. Vater Sascha begleitet und betreut seine drei Töchter Nele, Alma und Jette: "Wir sind vielseitig unterwegs, treiben gern Sport.“ Er selbst fahre gern und oft Rad, die beiden großen Töchter sind schon seit längerem begeisterte Triathleten. "Am Bismarck-Gymnasium ist eine Triathlon-AG aktiv. Da trainieren die beiden“, erzählt sichtlich stolz Sascha Rasch. So machen die Mädels dem Familiennamen alle Ehre und belegten auch beim Jedermann-Triathlon vordere Plätze. Vater Sascha betont: "Das Besondere hier in Zabakuck ist, dass die Kinder an diesen Sport herangeführt werden und sich ausprobieren können.“ Normalerweise dürfe man erst ab 16 Jahren diesen Sport als offiziellen Wettkampfsport betreiben.

Staffeln mit am Start

Das ist auch der Grund, warum die Veranstaltungen gerade für sportliche Familien wie Familie Rasch beliebt sind. Der zweite Grund für die Teilnahme an diesem Wettkampf findet sich in der Möglichkeit, eine Staffel zu bilden. So haben sich drei Freunde aus Tangermünde als Mannschaft zusammengefunden: Thomas Hoffmann schwimmt, Thomas Schulze tritt in die Pedalen, und Dirk Thode zog sich die Laufschuhe an.

Alle drei Ergebnisse werden zusammengefasst und als Mannschaftsleistung gewertet. „Uns gefällt die Organisation und der familiäre Umgang miteinander – man kennt sich“, so Thomas Schulze.

Neue Herausforderung

Einer, der seine Füße immer mal wieder auf heimatlichen Boden stellt, ist Tino Breitfeld aus Derben. Der Mediziner arbeitet zwar im Wernigeröder Krankenhaus, doch „als Sportler ist es mir ein Muss, hier mit dabei zu sein.“ Er brachte noch fünf Ärztekollegen mit, allesamt aus Wernigerode. „Wir fahren ansonsten Rad, nahmen am Spreewald-Marathon und an der Mecklenburger Seen-Runde mit 300 Kilometern teil“, so der Wernigeröder Oberarzt Thomas Jüllich.

Die „Ärztemannschaft“ ist in ihrer dienstfreien Zeit regelmäßig sportlich unterwegs. „Wir suchten einfach eine neue Herausforderung, die auch mit Abwechselung verbunden ist“, erklärt Jüllich. Da kam ihnen der Vorschlag von Tino Breitfeld gerade recht. Breitfeld ist aktives Mitglied in der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsgruppe Genthin, und sicherte sonst den Jedermann-Triathlon mit ab. „Diesmal bin ich in sportlicher Hinsicht Erstteilnehmer“, lacht er.

Die DLRGler um die Zwillingsbrüder Ingo und Elko Bernau sind ein eingespieltes Team. 30 Ehrenamtler waren am Sonnabend im Einsatz, um den Triathlon abzusichern und ihn so nach wochenlangen Vorbereitungen zum Erfolg zu machen. Als Rettungsschwimmer, Streckenposten, Auswerter oder Taucher.

Keine Zwischenfälle

Elko Bernau hat immer einen Spruch auf den Lippen und hält die Fäden in der Hand. „Der Wettkampf ist nicht nur mir, sondern unserer Ortsgruppe eine Herzensangelegenheit“, sagt Elko Bernau. Die DLRG hat immer reichlich zu tun. Vereinsmitglied Tom Hannemann überblickt vom Rettungsturm aus das Geschehen und hat den See stets im Blick.

Andy Gamalski, zweiter Vorsitzender, steht am Zieleinlauf, hält Wasser und Bananen bereit. Er ruft den Sportlern ermunternde Worte zu. „Die Arbeit in der DLRG ist schon etwas Besonderes und solche Wettkämpfe sind die Magneten schlechthin.“ Kurz vor dem Start verteilt Elko Bernau die Aufgaben zur Absicherung. Jeder weiß Bescheid, kennt seinen Platz. Die Schwimmer werden am Strand, auf dem Boot, der Plattform und mit drei Tauchern im Wasser abgesichert. Bojen auf dem Wasser zeigen den Schwimmern den Weg, Streckenposten leiten Radfahrer und Läufer. „Es ist auch die Organisation, die den Erfolg einer solchen Veranstaltung ausmacht“, weiß Elko Bernau. Mit diesem Anspruch gelang es allen Beteiligten, den Triathlon ohne Zwischenfälle zu einem sportlichen und auch touristischen Höhepunkt zu gestalten.