Genthin l Die erste „Genthiner Matsch-Wolke“ startet am 11. August am Rodelberg an der Friedhofstraße. Geplant ist eine Sportveranstaltung nach dem Vorbild des „Tough Mudder“ in Berlin. „Ganz einfach erklärt, geht es um einen Hindernislauf“, sagt Veranstalter Carsten Heidel, der den Trend im August nach Genthin holt. Heidel betreibt den gleichnamigen Eventservice und etablierte bereits den Genthiner Staffellauf im Volkspark sowie den Parchener Fienercross an der Klapperhalle.

Drei Strecken

Drei Streckenlängen werden rund um den Rodelberg angeboten. Carsten Heidel sagt: „Wir haben 15 spektakuläre Hindernisse vorbereitet.“ Dazu gehört ein riesiger Sattelschlepper-Auflieger, den die Genthiner Schwerlast-Spedition Schmechtig vor Ort aufbauen wird. Junior-Chef Markus Schmechtig: „Wir werden einen Aufstieg aus Altreifen aufbauen und die andere Seite für den Abgang mit Matten auslegen.“ An anderen Hindernissen wird es ausgesprochen schlammig zugehen, an weiteren dagegen staubig werden. Interessant findet Heidel auch eine Kletter-Konstruktion aus Strohballen. Und: „Auf ungewöhnliche Weise werden unsere Sportler einen Bach überqueren.“

Die Anmeldung für den Action-Wettkampf empfiehlt Heidel bis zum 6. August: „Da sind die Konditionen noch günstiger als danach.“ Grundsätzlich können sich Kurzentschlossene aber auch noch am Wettkampftag vor Ort anmelden.

Cocktails zur Sommerparty

Abends wird es am Rodelberg eine öffentliche Sommernachtsparty geben. Zu den Cocktails im Mondschein wird DJ Carsten Karacho die passende Musik auflegen.

Was ist der Reiz an Matsch und Hindernissen? „Das ist ein besonderer Kick übers Laufen hinaus, quasi ein Kinderspielplatz für Erwachsene“, so Heidel. Warum er den Lauf „Matsch-Wolke“ genannt hat, erklärt der 25-Jährige so: „Wir sind natürlich abhängig vom Wetter. Matsch gibt es in jedem Fall, bei Regen mehr, bei Trockenheit weniger, dann kämpfen die Teilnehmer auch mit einer großen Staubwolke. Im Namen wollten wir beide Eventualitäten abbilden.“

Sieben Kilometer

Die Modalitäten des Hindernislaufs sind schnell erklärt: Es gibt drei Strecken. 1500 Meter für Kinder sowie 3,5 und 7 Kilometer. Je länger die Strecke desto mehr und schwieriger die Hindernisse.

Die Premiere im August ist für Heidel ein „großer Testballon“, denn der Aufwand in der Vorbereitung sei sehr viel höher als bei einem normalen Lauf.

Rodelberg

Gestartet wird am Genthiner Rodelberg, wo auch der Großteil der Hindernisse stehen wird. „Hier erwarten wir die meisten Zuschauer, sie sollen natürlich auch etwas zu sehen bekommen.“

Eine Teamwertung gibt es in diesem Jahr noch nicht, aber man könne sich zusammen anmelden und den Lauf dann gemeinsam absolvieren. Gestartet wird in Zehnerblöcken, damit es nicht zu Warteschlangen vor den Hindernissen kommt. Mitmachen kann jeder zwischen 6 und 96 Jahren.

Bisher sind die schlammigen Hindernisläufe den Großstädten vorbehalten. Bekanntestes Beispiel neben dem Berliner „Tough Mudder“ ist der Strongman Run, der wechselnd in verschiedenen europäischen Großstädten stattfindet. Nun soll der Hindernislauf erstmalig eine Kleinstadt erobern. „Das Publikum ist da“, sagt Carsten Heidel mit Blick auf den 11. August überzeugt.