Ratsbeschluss

Stadt schafft Stelle für Klimaschutzmanager

Die Stadt Genthin trägt sich bereits seit längerem mit dem Vorhaben zum Erstellen eines Klimaschutzkonzeptes. Dies solle ein Klimaschutzmanager erstellen und umsetzen.

Von Susanne Christmann 11.07.2021, 12:08 • Aktualisiert: 12.07.2021, 17:48
Ein Klimaschutzmanager soll Maßnahmen zur  klimafreundlichen Mobilität, wie es zum Beispiel der derzeitige Radwegbau zwischen Genthin und Parchen darstellt, erarbeiten und umsetzen.
Ein Klimaschutzmanager soll Maßnahmen zur klimafreundlichen Mobilität, wie es zum Beispiel der derzeitige Radwegbau zwischen Genthin und Parchen darstellt, erarbeiten und umsetzen. Foto: Susanne Christmann

Genthin - Außerhalb des aktuellen Stellenplans schafft die Stadt Genthin jetzt die Stelle für einen Klimaschutzmanager. Das hat der Stadtrat am Donnerstag mehrheitlich bei vier Enthaltungen beschlossen. Die Stadt, heißt es in der Begrünung der Beschlussvorlage, trage sich bereits seit längerem mit dem Vorhaben zum Erstellen eines Klimaschutzkonzeptes einschließlich ihrer Ortschaften. Dies solle der Klimaschutzmanager nicht nur erstellen, sondern auch umsetzen. Ziel sei es, verstärkt Klimaschutzaspekte in die Verwaltungsabläufe der Stadt zu integrieren. Dabei gehe es zum Beispiel um klimafreundliche Wärme- und Kältenutzung sowie klimafreundliche Mobilität.

Zustimmung nur bei voller Förderung

Als Bedingung ließen die Stadträte in den Beschluss schreiben, dass sie der Schaffung dieser außerplanmäßigen Stelle, bei der entgegen der sonstigen Beratungsfolgen auf eine Vorabstimmung im Bau- und Vergabeausschuss verzichtet wurde, nur zustimmen, wenn diese tatsächlich zu 100 Prozent gefördert werde. Fachbereichsleiterin Dagmar Turian stellte in Aussicht, dass dies nicht unrealistisch sei. Weil Genthin zu den finanzschwachen Kommunen gehöre, denen eine vollständige Förderung gewährt werden könnte. Für den Fall, dass der Fördermittelgeber weniger als 100 Prozent bewillige, wurde in den aktuellen Beschluss integriert, dass dann eine erneute Beschlussvorlage zu erarbeiten ist. Über die würde dann auch erneut abgestimmt.

Maximale Förderzeit beträgt zwei Jahre

Bei der Beantragung der Stelle geht die Stadtverwaltung vom maximalen Bewilligungszeitraum über zwei Jahre aus. Neben den Sach- und Personalausgaben für die Stelle würden auch die Vergütungen für externe Fachleute dazu gehören. Die sollen zum Beispiel bei der Erstellung von Treibhausbilanzen oder bei der professionellen Prozessunterstützung in einem zeitlichen Umfang von maximal fünf Tagen pro Jahr mitwirken.

Spätestens 18 Monate nach Beginn des Bewilligungszeitraumes müsste das vom Manager erarbeitete Klimaschutzkonzept beim Projektträger eingereicht werden. Dann könnte mit der Umsetzung erster Maßnahmen aus dem Konzept begonnen werden. Mindestens eine Maßnahme daraus müsste innerhalb der zwei Jahre umgesetzt werden.