Genthin l Wer im Birkenwäldchen zu Fuß auf den Weg zur Sport- und Schwimmhalle ist, muss aufpassen. Der Bordstein auf der rechten Seite ist teilweise abgesackt, die quadratischen Platten sind schief, die Stolpergefahr groß. „Wir haben schon einmal einer Dame aufhelfen müssen, die gestürzt war“, erzählt ein Anwohner.

Bauunternehmen beauftragt

Dabei sind die verschobenen Gehwegplatten durch drei Warnbaken gekennzeichnet. „Die feiern bald ihr einjähriges Bestehen“, meint der Anwohner. Denn im vergangenen Jahr, kurz vor der Bürgermeisterwahl in Genthin, seien die Barken aufgestellt worden, seitdem habe sich nichts mehr getan. Dem widerspricht Bürgermeister Matthias Günther (parteilos): „Wir hatten den Bereich im Blick und haben uns darum gekümmert.“ Mittlerweile sei ein Genthiner Bauunternehmen beauftragt, für die Stadt tätig zu werden.

Noch im April sollen die Arbeiten beginnen. „Ich gehe davon aus, dass diese Baustelle spätestens Mai oder Juni abgearbeitet ist.“ Allerdings schränkt der Bürgermeister auch ein, dass die Termine zwar realistisch geplant seien, aber es einen Vorbehalt gäbe. „Arbeiten mit Gefahr in Verzug haben immer Vorrang.“ Bedeutet: Der defekte Gehweg ist zwar ungünstig für die Anwohner, aber keine akute Gefährdung für die Allgemeinheit.

Ergeben sich kurzfristig wichtigere Sanierungen, müsste die Reparatur im Birkenwäldchen warten. Peter Knobel, Sachgebietsleiter Immobilienwirtschaft, erläutert, was demnächst gemacht wird: „Die abgesackten Platten werden weggenommen, der Untergrund des Weges wieder begradigt und dann die Platten neu aufgelegt.“ Ein anderer Gehweg bringt ebenfalls nach wie vor die Anwohner auf: In Parchen ist seit mehreren Jahren die Brücke in der Parchener Parkstraße gesperrt.

Schäden an Parchener Brücke gravierend

Die Schäden am Betonwiderlager, den Stützen und der Tragbewehrung seien so gravierend, dass die Brücke für den Verkehr und auch für Fußgänger und Radfahrer nicht zugänglich ist. Das monierten Einwohner während einer öffentlichen Fraktionssitzung der Genthiner CDU. Deren Vorsitzender Klaus Voth trug die Einwände während des jüngsten Bauausschusses in Genthin vor.

„Die Brücke ist von einem Gutachter als ‚einsturzgefährdet‘ eingestuft wurden“, erläuterte Dagmar Turian, „Wir können die Brücke nicht öffnen, auch wenn Anwohner nach Augenschein meinen, dass Fußgänger oder Radfahrer den Bereich passieren könnten.“ Es möge sein, dass mancher sage „mich wird die Brücke schon aushalten“, so sei es aber nicht und die Stadt könne dafür auch nicht die Verantwortung übernehmen. Der im vergangenen Jahr eingebrachte Vorschlag einer Holzbrücke aus heimischen Hölzern wie Fichte und Lärche, sei nicht ad acta gelegt.

Brücke bleibt gesperrt

Seinerzeit hatte Stadtrat Gerd Mangelsdorf (CDU) die Idee aufgebracht, eine Rundholzbrücken, wie sie im Kreis Siegen-Wittgenstein (Nordrhein-Westfalen) bereits vorhanden ist, zu bauen. „Für die Umsetzung auf diese Weise hat es keine Priorität gegeben“, führte Turian aus. Somit bleibt die Parchener Brücke gesperrt. Für die Parchener hinderlich: Die Brücke war in der Vergangenheit von vielen genutzt wurden, um zur Kita oder zur Klapperhalle zu gelangen.