Fienerode l 356 gefiederten Schönheiten wurden in Fienerode bei der 17. Clubschau des Fläminger Rassetaubenclubs (RTC) 2000 präsentiert. Die Wertungsrichter bescheinigten den Züchtern erneut ein hohes Niveau.

Weniger Tiere

„Etwas weniger Tiere als im Vorjahr waren diesmal zu sehen“, sagte der Vereinsvorsitzende Andreas Ranft. Er freute sich, dass unter den 33 Ausstellern, auch drei Jungzüchter zu finden seien. Zwei davon aus der eignen Familie. Ann-Sophie und Jan-Henrik Ranft zeigten auch in diesem Jahr famose „Deutsche Modeneser“ und „Temeschburger Schecken“. Letztere seien sehr selten, berichtet Jan-Henrik Ranft.

Der Zwölfjährige ist längst ein alter Bekannter im Züchterrund und es mache ihm immer noch viel Spaß dabei zu sein. Auch, da die Züchter wie eine große Familie seien. So ist es zu erklären, dass die Teilnehmer nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung Genthin, Burg, Ziesar oder Stendal kommen, sondern auch weit reisen, um in Fienerode dabei zu sein.

Wie etwa Karl-Heinz Will. „Ich bin von der Nordseeküste angereist“, sagt der Mondain-Tauben-Züchter. „Man kennt die Kollegen, die hier sind, und sieht sich jedes Jahr wieder gern zum Fachsimpeln und Austauschen über die Tauben und Zuchterfolge.“

Gäste aus Dänemark

Auch aus noch weiterer Ferne, waren die Gäste angereist Mit Ib Nielsen, Mondainzüchter und Preisrichter, war auch ein Gast aus Dänemark vertreten. „Hier gibt es sehr nette Züchter und wir sind gut befreundet“, berichtet Nielsen, der mit seiner Frau Dorde Petersen ins Jerichower Land gereist war. „650 Kilometer sind wir gefahren, rund acht Stunden“, berichtet sie. Ins Plaudern kommen, konnten die Beiden zur Genüge, denn nach etwas schleppendem Beginn, fand sich nach und nach eine große Anzahl an fachkundigem Publikum ein.

Brandenburger räumt ab

Manfred Fatke aus Bücknitz (Brandenburg) räumte auch diesmal in mehreren Kategorien ab. Er erhielt für seine Mondain-Tauben, blau mit schwarzen Binden, den Wanderpokal in der Kategorie „Tiere jung, gleiche Rasse und gleicher Farbschlag“.

Seine Texaner-Tauben kennfarbig-hell, sicherten ihm in der Kategorie „Vier Tiere jung und alt, gleiche Rasse und gleicher Farbschlag“ ebenfalls einen Wanderpokal. Zudem war er der Gewinner in der Kategorie „Zehn beste Tiere jung und alt“. Mit drei Mal der Bestnote „vorzüglich“ und drei mal „hervorragend“ schnitt Fatke auch in der Clubschau-Bewertung mit einem Spitzenplatz ab.

Die Ausstellung des Fläminger Rassetaubenclubs 2000 war für die Macher wieder einmal eine logistische Herausforderung. Denn der Club vereint derzeit 29 Mitglieder aus Brandenburg, der Altmark, Michendorf, Ziesar, dem Jerichower Land und Jessen/Annaburg.