Feuerwehr

Übung in Parey: Waldbrand erfolgreich gelöscht

Zu einer Ausbildungsveranstaltung des Katastrophenschutzzuges „Wasserversorgung“ fanden sich am Elbe-Havel-Kanal zwischen Ihleburg und Zerben Einsatzkräfte des Fachdienstes Brandschutz in Hohenseeden ein.

Ziel war es, eine stabile Löschwasserfördermenge über 1,5 Kilometer von mindestens 1600 Litern vom Kanal her aufzubauen und zu betreiben.
Ziel war es, eine stabile Löschwasserfördermenge über 1,5 Kilometer von mindestens 1600 Litern vom Kanal her aufzubauen und zu betreiben. Foto: Steve Flügge

Parey (bsc) - Zu einer, seit längerer Zeit geplanten, Ausbildungsveranstaltung des Katastrophenschutzzuges „Wasserversorgung“ fanden sich am 10. Juli 2021 am Elbe-Havel-Kanal zwischen Ihleburg und Zerben Einsatzkräfte des Fachdienstes Brandschutz gegen 8.15 Uhr in Hohenseeden ein. Dort war ein Sammelpunkt angegeben, wo ein Marschverband aus den angerückten Fahrzeugen zusammengestellt wurde. Um 8.30 Uhr verlegten sich die Kräfte über die Bundesstraße 1 nach Parchen, weiter nach Parey und abschließend zum Elbe-Havel-Kanal zwischen Ihleburg und Zerben.

Hier erfolgte die Ausgabe der Einsatzaufgabe für die Kräfte. „Ziel war es, eine stabile Löschwasserfördermenge über 1,5 Kilometer von mindestens 1600 Litern vom Kanal her aufzubauen und zu betreiben. Angenommen wurde ein Waldbrandszenario, das mittels einer Riegelstellung gestoppt werden soll, wozu eine stabile Löschwasserversorgung erforderlich ist“, so Steve Flügge, Leiter Fachdienst Brandschutz. Die Einsatzkräfte verlegten insgesamt 175 B-Schläuche mit jeweils 20 Metern Länge im doppelten, parallel laufenden Strang. Dies erfolgte aus Fahrzeugen und Anhängern der Feuerwehren, die diese während der Fahrt verlegen können. Alle 500 Meter wurden jeweils zwei Verstärkerpumpen aufgestellt, die den Wasserfluss aufrecht erhalten mussten.

Nach rund 45 Minuten war die komplette Leitung aufgebaut und die Wasserförderung konnte beginnen. Das Wasser wurde in einen der kürzlich übergebenen Löschwasserbehälter eingespeist, der hierzu ebenfalls mit aufgebaut wurde. Nach rund zehn Minuten war dieser komplett befüllt.

1600 Liter Löschwasser in Wassergasse

Hiervon abgehend hatten zwischenzeitlich Einsatzkräfte der Wehren Ihleburg und Parchau die Riegelstellung aufgebaut, als sogenannte Wassergasse. Steve Flügge: „Somit gaben die Wehren rund 1600 Liter Löschwasser über handgeführte Strahlrohre auf den fiktiven Waldbrand ab. Nach rund einer Stunde konnte positiv festgestellt werden, dass die geplante Wasserversorgung auch reell funktioniert und dauerhaft betrieben werden kann.“

Davon überzeugten sich auch die anwesenden Führungskräfte und Mitarbeiter des Landkreises, Untere Katastrophenschutzbehörde. An der Ausbildung waren rund 50 Feuerwehrfrauen und -männer aus den Ortswehren Gladau, Grabow, Friedensau, Güsen, Ihleburg und Parchau beteiligt. Unterstützt wurden sie durch das Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ) des Landkreises. Weiterhin war die Führungsstaffel des Fachdienstes Brandschutz mit beteiligt sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister mit der Drohne im Einsatz.

Das Fazit der Ausbildung fiel durchweg positiv aus. „Die gestellten Aufgaben wurden alle abgearbeitet und kleinere Defizite erkannt. Gegen 15 Uhr waren alle Materialien zurückgebaut und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit“, berichtete Steve Flügge.

Das Wasser wurde in einen der kürzlich übergegeben Löschwasserbehälter eingespeist, der dazu  mit aufgebaut wurde.
Das Wasser wurde in einen der kürzlich übergegeben Löschwasserbehälter eingespeist, der dazu mit aufgebaut wurde.
Foto: Steve Flügge