Genthin l Pünktlich zum Beginn der Urlaubssaison hat das Online-Reisebüro ab-in-den-urlaub.de eine Bilanz zu den beliebtesten Reisezielen der Sachsen-Anhalter veröffentlicht. Demnach zieht es die meisten Menschen 2018 in die Türkei. Trifft dieser Trend auch auf das Jerichower Land zu?

Türkei auf Platz 1

Mit einem Anteil von elf Prozent an den insgesamt gebuchten Reisen steht die Türkei 2018 unangefochten auf Platz 1. An zweiter Stelle in der Beliebtheits-Skala platzierte sich Ägypten, dicht gefolgt von Bulgarien (7,7 Prozent), Griechenland (6,4 Prozent) und Mallorca (4,6 Prozent). Glaubt man lokalen Reisebüros, trifft dieser Trend zumeist auch auf das Jerichower Land zu.

Sowohl das Reisebüro Vetter Touristik in Burg, als auch Mandy Skurk vom Wellness und Reisecenter Gommern bestätigen die Türkei als größten Verkaufsschlager. „Das Land ist in diesem Jahr wieder sehr beliebt. Das hängt mit den niedrigen Preisen zusammen“, so Skurk. Die griechischen Inseln und das Festland seien hingegen nach hinten gerückt. „Die Preise für Griechenlandreisen sind erheblich angestiegen“, erklärt eine Mitarbeiterin von Vetter Touristik die Entwicklung. Ägypten stehe ebenfalls „eher auf Platz fünf.“

Sicherheit im Blick

Günstig soll die Reise also bei den meisten Urlaubern sein - nur in Genthin scheinbar nicht. Nach Einschätzung von Sophie Bast, Mitarbeiterin des Reisebüro DER, achten die Reisenden eher auf die Sicherheitslage. „Bei uns steht Griechenland auf Platz eins. Die Türkei ist auch weit vorne, für viele Urlauber aber zu unsicher“, erklärt sie. Auch Ägypten sei daher weniger gefragt als beispielsweise Bulgarien.

Eine Studie des Pestel Instituts in Hannover zu regionalen Tourismusausgaben zeigt jedenfalls, dass trotz Sparsamkeit viel Geld für Reisen und Freizeitvergnügen ausgegeben wird. Im Jerichower Land investiert jeder Einwohner mit 2600 Euro pro Jahr durchschnittlich 17 Prozent der Konsumausgaben alleine in Tourismus – ganze sechs Prozent mehr als in Nahrungsmittel.

17 Prozent Ausgaben für Tourismus

Zu beachten ist allerdings, dass zu Tourismus nicht nur Urlaubsreisen, sondern auch andere Arten von Freizeitgestaltung zählen. Mit dem Einkommen steigen demnach nicht nur die absoluten Ausgaben, sondern auch der prozentuale Anteil. Während Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 500 bis 900 Euro etwa zehn Prozent der Konsumausgaben in Tourismus investieren, liegt dieser Anteil bei Haushalten mit einem Einkommen von 2600 bis 3600 Euro mit 17 Prozent deutlich höher.