Zabakuck l Sie sind echte Campingplatzurgesteine - die Familien Knackmuß, Lüders und Weiss aus Letzlingen. Seit 20 Jahren halten sie dem Zabakucker See unverbrüchlich die Treue und machen immer wieder Urlaub auf dem Campingelände. So ist die neunköpfige Truppe auch in diesem Sommer im Jerichower Land zu Gast.

Drei Generationen dabei

1998 fing alles an: „Bekannte hatten uns aufmerksam gemacht, dass es in Zabakuck einen See mit schönem Gelände gibt, an dem man gut campen kann“, erinnert sich Roland Knackmuß.

Also wurden die Sachen gepackt und eine kleine Karavane zockelte mit Zelt, Luftmatratze und Camper aus der Altmark ins Jerichower Land. Seitdem Jahr für Jahr aufs neue. „Für uns Kinder war das damals ganz toll, der große See die schöne Wiese“, hat Anna Lüders noch im Kopf.

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Gut aufgehoben

Heute ist sie erwachsen und ist mit Lebenspartner Marcel und ihrem Nachwuchs immer noch mit dabei. Drei Monate alt ist Töchterchen Ida und damit der jüngste Sproß der begeisterten Camper-Familie. „Sie ist die dritte Generation der Familie, die in Zabakuck Urlaub macht.“ Premiere für Ida - für die Erwachsenen lieb gewonnene Routine.

„Es ist einfach eine familiäre Atmosphäre, wir fühlen uns nicht nur gut aufgehoben, sondern immer auch sehr willkommen“, findet Guido Lüders. Worte die Bärbel Höschel, Geschäftsführerin des Touristenzentrums Zabakuck gern hört. „Das zeigt, dass wir unsere Gäste optimal betreuen und uns einen guten Ruf über die Region hinaus erarbeitet haben.“

Viel erlebt

Seit Jahren taucht Zabakuck in Auflistungen der Seen mit Top-Badequalitäten immer wieder ganz vorn auf. Ein weiterer Grund für die Letztlinger Familien immer wieder zu kommen. Viel haben sie auf dem Campingplatz im Laufe der zwei Jahrzehnte erlebt.

„Es war schon damals ein schönes Gelände, das immer weiter aufgewertet wurde“, sagt Guido Lüders. Man sei im Laufe der Jahre etwas ruhiger geworden. „Am Anfang waren wir noch mit unseren Zelten auf der Wiese“, erzählt Andreas Knackmuß. manchmal sei man in einer Gruppenstärke von bis zu 30 Personen angereist.

Viele Wetterkapriolen erlebt

Heute überlasse man diesen Bereich den jungen Familien oder Jugendfeuerwehrgruppen, die auf dem Gelände zelten. Die altmärker Familien sind heute im Bungalow untergebracht. Den kannten sie noch, als dort eine Gaststätte untergebracht war. Als diese auszog, wurden die Räume für Übernachtungsgäste hergerichtet.

Auch sonst haben die Camper viel erlebt. Angefangen von Wetterkapriolen wie der derzeitigen Trockenheit, über Starkregen bis hin zu Hagel. „Da hatten unsere Autos Beulen“, wissen die Besucher noch. Auch einen heftigen Sturm haben sie mitgemacht. „Vor drei Jahren ist sogar ein Baum umgeknickt.“

Viele Feten gefeiert

Schaden habe zum Glück niemand genommen. Viel lieber erinnern sich die Familien an die zahlreichen Feten die sie auf dem Gelände gefeiert haben. Als Deutschland bei der Fußball-WM 2010 gegen Argentinien im Viertelfinale gewann, habe man eine menschliche Raupe am Strand gebildet und den Sieg gefeiert.

Dass es in diesem Jahr mit der Nationalmannschaft nicht so gut geklappt hat - geschenkt. Der Urlaub am See war dennoch schön. So sehr, dass bereits jetzt die Buchung für das kommende Jahr getätigt wurde. „Wir kommen wieder“, versprechen die Altmärker, „Wir wollen noch 25 oder 30 Jahre schaffen.“