Genthin l „Feliz Navidad“ schallt es am Sonntagabend über den Marktplatz. Und alle sangen mit, Besucher, Akteure sogar der Weihnachtsmann und drei Genthiner Kartoffelköniginnen nebst Kartoffelprinzessin Emmy.

Organisatoren sind zufrieden

Es war der Schlusspunkt unter einem Weihnachtsmarktwochenende, das am Freitagnachmittag begann und am Sonntagabend endete. „Wir sind als Organisatoren sehr zufrieden mit dem Verlauf, es hat keine größeren Probleme gegeben“, bestätigte Marina Conradi von der Stadt Genthin, die für die Koordination des Wochenendes zuständig war. Rund 30 Stände habe es gegeben und ein fast 30-stündiges Bühnenprogramm an drei Tagen vor dem Rathaus.

Einige Besucher vermissten Stände von bestimmten Vereinen. „Etwa drei bis vier Vereine konnten diesmal nicht mit dabei sein, es gab unter anderem andere Veranstaltungen, auch haben die Ferien begonnen, sodass einige übliche Akteure nicht vor Ort waren“, bestätigte Conradi die Beobachtung der Besucher. Kritischer gehen Nutzer der städtischen Facebookseite „Genthin.de“ mit dem Weihnachtsmarkt ins Gericht: „Das nennt ihr einen Weihnachtsmarkt“, meint Nutzer Patrick Fuchs etwas provokativ. Enttäuscht waren auch Eltern von kleinen Kindern. „Nichts für die Kleinsten“, bedauerte Nutzerin Stephanie Braune auf der Facebookseite der Stadt „Genthin.de“. Selbst in Jerichow sei Rainer von Ende mit seiner kleinen Bahn gewesen. Nutzerin Claudia Baumann meint süffisant: „Ein Stand mit Dosenwerfen... kleinere Kinder haben da echt viel davon.“ Tina Sab findet, dass zu viele asiatische Händler auf dem Markt angesiedelt waren, ihr fehlten Deko-Stände oder ein Kinderkarussell.

Bilder

Auch positive Stimmen

Problem ist allerdings, dass viele Schausteller oder Standbetreiber schon relativ frühzeitig im Jahr Buchungen annehmen, so wird etwa Rainer von Ende nach eigenen Angaben gern langfristig in der Region gebucht und ist bis ins Brandenburgische unterwegs. Andere Schausteller halten sich mit Aktionen in Kleinstädten zurück, da sie zu wenig Umsatz befürchten. Allerdings gibt es auch durchaus zufriedene Besucher. Steffen Zorn von der Döbelner Band „Inside of me“, die am Sonnabend mit Pop- und Rockmusik auf dem Marktplatz für Stimmung sorgte und die Menschen zum Tanzen brachte, schreibt der Stadt: „Es war sehr schön bei euch in Genthin, wir kommen sehr gerne wieder.“ Sängerin Lisbeth Parker stimmt dem zu: „Es war geil mit euch! Vielen lieben Dank.“ Insgesamt, äußerten sich viele Besucher aber positiv. Vor allem an den offenen Höfen und am Bummeln durch die Stadt hatten viele Genthiner Spaß. Zudem gab es in der St. Trinitatis drei Konzerte und im Rathaus Theateraufführungen für Kinder.