Genthin l Das Warten hat ein Ende. Heute Abend wird zum ersten Mal der gesamte Feuerwehrfilm der beiden jungen Feuerwehrleute Colin Grund und Lukas Richter gezeigt. Die Spannung steige auch bei den beiden jungen Filmleuten. „Wir sind gespannt, wie der Film bei den Zuschauern ankommt“, sagt Lukas Richter. Er bedauert, dass auf die große öffentlichen Premiere aufgrund der Corona-Beschränkungen verzichtet werden musste.

Aber es gibt Ersatz. Zur Premierenveranstaltung im Stadtkulturhaus sind etwa 100 geladene Gäste zugelassen. Alle Genthiner und am Film Interessierte, können sich über den Facebookkanal der Stadt „Genthin.de“ dazuschalten und sich ebenfalls als Premierengäste fühlen, denn die Veranstaltung wird ab etwa 19 Uhr live übertragen. Der Film wird nach einleitenden Worten zu sehen sein, auch die beiden Ideengeber werden sich an das Publikum wenden. Nach der Erstaufführung, soll der eigentliche Imagefilm auch dauerhaft bei der Videoplattform „Youtube“ eingestellt werden. Bereits der Trailer für den Imagefilm hatte zahlreiche Zuschauer und liegt mittlerweile bei über 3100 Klicks.

Feuerwehr will Nachwuchs gewinnen

„Wir finden es wichtig, dass die Feuerwehr Nachwuchs gewinnt, damit die Wehren auch in Zukunft Mitglieder für Einsätze haben“, hatte Colin Grund im Gespräch mit der Volksstimme verdeutlicht. Der Auszubildende ist seit vielen Jahren mit der Feuerwehr verbunden, kam über die Jugendwehr in die aktive Wehr. Auch solle der Film der Gewalt gegen Einsatzkräften entgegenwirken, die immer mehr um sich greife. Die Idee eines Filmes für die Feuerwehr hatte er bereits länger. Im vergangenen Jahr sprach er mit seinen Kameraden über den Plan. Die waren sofort begeistert und versprachen ein solches Projekt zu unterstützen. Und dann brachte der Zufall die Sache schneller ins Rollen als gedacht, denn während einer Feuerwehrausbildung traf Colin Grund auf Lukas Richter aus Parey. Er ist für den Feuerwehrfachdienst „Abc“ tätig und hat bereits Erfahrung mit dem Filmen. „Ich war unter anderem schon für große Filmproduktionsfirmen, wie Pantaleon Films, tätig und bin jetzt so etwas wie der Produzent“, erläuterte Richter. Mitte Februar wurde in Genthin mit Feuerwehrleuten der Stadt gedreht.

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Als professionelle Unterstützer holten sich die beiden jungen Feuerwehrleute Studenten der Fachrichtung Medienbildung von der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg an die Seite. Antonia Conhoff und Max Bühse arbeiteten in dem Film in den Bereichen Schnitt und Ton mit.

Viel Lob von Öffentlichkeit

Die Postproduktion ging gut voran. Allerdings machte Corona der Premiere im April einen Strich durch die Rechnung. Als Ersatz gab es den Trailer und für die beiden jungen Filmleute Jugend-Engagement-Preise, die die Initiative „Freistil-Jugend“ Halle (Saale) landesweit vergibt. Dafür gab es bereits Lob von offizieller Seite. Genthins Stadtwehrleiter Achim Schmechtig bezeichnete den Preis als einen „Meilenstein in der Öffentlichkeitsarbeit der Genthiner Feuerwehr“. Bürgermeister Matthias Günther (parteilos) machte es kurz: „Einfach Klasse, eine starke Leistung“.

Am Mittwoch wird nun das nächste Kapitel der Feuerwehrfilmgeschichte Genthins aufgeschlagen.