Nach Ende der Auslegungsfrist

Vornehmlich Altenplathower machen Einwände gegen Volksparkpläne geltend: Skaterbahn und Parkplätze unerwünscht

Vom 29. April bis 18. Juni lagen die Umgestaltungspläne für den Volkspark zum Einsichtnehmen und für Stellungnahmen aus. Die Skaterbahn und die Parkplätze kristallisieren sich als die umstrittensten Punkte heraus.

Von Susanne Christmann
Viele Altenplathower möchten, dass der Volkspark im Großen und Ganzen bleibt wie er ist.
Viele Altenplathower möchten, dass der Volkspark im Großen und Ganzen bleibt wie er ist. Foto: Susanne Christmann

Genthin - 15 Einwendungen zu den Umgestaltungsplänen für den Volkspark hat Dagmar Turian, Fachbereichsleiterin Bau und Stadtentwicklung in der Genthiner Stadtverwaltung, in Tabellenform zusammengefasst. Das sieht im ersten Moment nach recht wenig aus. Aber: Bei den meisten Einwendungen wurde die Unterschrift im Namen jeweils einer ganzen Gruppe der am Volkspark Interessierten abgegeben. Auffällig sei, so die Fachbereichsleiterin im Gespräch mit der Volksstimme, dass es überwiegend Altenplathower seien, die sich im Rahmen der Auslegungsfrist vom 29. April bis zum 18. Juni (nach Verlängerung) zu den Plänen geäußert und Einwände geltend gemacht haben. Genthiner aus anderen Stadtteilen seien kaum darunter, auch wenn der Volkspark die einzige derartige Parkanlage in der Kernstadt und für alle Genthiner da sei.

Park soll ein Ort der Erholung bleiben

Mit „Keine Skaterbahn“ könne man den Tenor der meisten Einwendungen zusammenfassen, so Genthins Planungs- und Bauchefin. Denn eine solche stünde dem ebenfalls häufig geäußerten Wunsch, dass der Volkspark ein Ort der Erholung bleiben solle, entgegen, so die Meinung der Einwender. Dagmar Turian rechnet damit, dass sowohl die Denkmalschutz-, als auch die Naturschutzbehörde sich aus ihrer fachlichen Sicht der Errichtung einer Skaterbahn entgegenstellen werden. Aus der planerischen Sicht der beauftragten Landschaftsarchitektin Katharina Baumgart sei eine Skatebahn jedenfalls nicht „zwingend erforderlich“.

Der Wunsch nach dem Rückbau der Radrennbahn dürfte wohl ein Wunsch bleiben, denn der Schutz des Altenplathower Volksparkes als Baudenkmal erstrecke sich ausdrücklich auch auf die Radrennbahn, die im Rahmen des Kulturparkprogramms in den 1970er Jahren errichtet wurde.

Gegen mehr Bänke sei aus planerischer Sicht nichts einzuwenden, auch nichts gegen einen Trimm-dich-Pfad. Den sollte man aber im immer Zusammenhang mit dem Kinderspielplatz denken. Natürlich hätten auch die Befürworter einer Skaterbahn im Park ihre Stellungnahmen abgegeben, so Dagmar Turian. Sie betont, dass sie selbst in Bezug auf die Wünsche zur Umgestaltung des Parkes eine neutrale Rolle einnehme, die Einwendungen lediglich aus baufachlicher Sicht bewerte. Wie der Volkspark letztendlich umgestaltet werde - das sei letztendlich die politische Entscheidung der Stadträte. Hierzu müssten die Fraktionen ihre Arbeit machen und sich im Sinne ihrer Wähler eine verlässliche Position zu den Umgestaltungswünschen für den Volkspark erarbeiten.

Aufklärungsgespräch mit Haupteinwendern

Wie auch zu den insgesamt 68 neu zu bauenden Parkplätzen, die in den Plänen von Katharina Baumgart auftauchen. Gegen die erheben die Genthiner in ihren Stellungnahmen neben der Skatebahn die größten Einwände. Die Haupteinwender wird Dagmar Turian noch einmal zeitnah zu einem letzten Aufklärungsgespräch bitten. Der Raum dazu sei gebucht. Die Einladungen würden gerade fertiggemacht. Danach komme mit den fachlichen Stellungnahmen aller Behörden und der Stadtverwaltung eine Beschlussvorlage zur Umgestaltung des Volksparks zunächst in den Bau- und Vergabe-, dann in den Wirtschafts- und Umweltausschuss und schließlich zur Beschlussfassung in den Stadtrat.

Tabellarisch wurden die Stellungnahmen zu den Volkspark-Plänen aufbereitet und zusammengefasst.
Tabellarisch wurden die Stellungnahmen zu den Volkspark-Plänen aufbereitet und zusammengefasst.
Foto: Susanne Christmann