Burg/Genthin/Brandenburg l So sei am Sonnabendmorgen der Fachdienst Brandschutz/Wasserversorgung mit 40 Feuerwehrleuten und sieben Fahrzeugen angefordert worden, teilte Kreisbrandmeister Walter Metscher mit, der ebenfalls mit vor Ort war und den Einsatz steuerte. Dazu gehören die Wehren Gladau, Biederitz, Nedlitz, Grabow, Woltersdorf und Magdeburgerforth.

Löschpanzer im Einsatz

Die Situation direkt neben der Autobahn 9 in diesem Areal gestalte sich schwierig, weil bei dem Brand auch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde. Diese werde entweder vor Ort gesprengt oder fachmännisch entsorgt.Wie Metscher mitteilte, seien schwere Räum- und Löschpanzer im Einsatz, die auch den zahlreichen alarmierten Feuerwehren den Weg bereiten. Die Polizei hatte auch einen Wasserwerfer eingesetzt, die Bundeswehr Hubschrauber mit entsprechenden Abwurfbehältern. Die Feuerwehren versuchen, die Brände und Glutnester von den Wegen aus zu löschen. „Die Wälder selbst betreten wir aus Sicherheitsgründen nicht. Die Gefahr, dass sich die Munitionsteile bei hohen Temperaturen selbst entzünden oder in Brand geraten, ist noch immer sehr groß“, begründete Metscher.

Am Abend nach zwölfstündigem Einsatz wurden die Kameraden aus dem Landkreis wieder abgelöst. Nicht ausgeschlossen, dass es in den kommenden Tagen zu einer weiteren Alarmierung kommt. Mittlerweile sind Feuerwehren aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt im Einsatz.

Bilder

Ursache des Feuers unbekannt

Ausgebrochen war das Feuer aus bisher unbekannter Ursache in einem Waldstück an der Autobahn 9 am Dreieck Potsdam. Anschließend hatte es sich schnell westlich vom Beelitzer Ortszentrum ausgebreitet. Die Flammen haben mittlerweile rund 50 Hektar erfasst. Von einer Evakuierung des Ortes Fichenwalde wurde bislang abgesehen.

Am Sonnabendvormittag gab es eine weitere dramatische Entwicklung, als in der Nähe des Waldbrandgebietes ein Gasleck entdeckt wurde, wodurch Explosionsgefahr bestand. Daraufhin drohte Fichtenwalde erneut die Räumung. Die Einsatzkräfte mussten sich zurückziehen, die A9 und die A10 wurden voll gesperrt. Erst am frühen Sonnabendnachmittag gab es Entwarnung, nachdem der Gasversorger das Leck geschlossen hatte.