Herr Uhr, die Rettungskette und der Held

Warum die Genthiner Uhland-Hortkinder zum zweiten Mal eine Sonderausgabe ihrer Zeitung „Hortrundblick“ herausgebracht haben

Der DRK-Hort Uhland bringt als landesweit einziger Hort eine eigene Zeitung heraus, den „Hortrundblick“. Nun ist bereits zum zweiten Mal eine Sonderausgabe ihrer Zeitung erschienen.

Von Susanne Christmann
Leni, Livia, Johanna, Charlotte und Helene zeigen die Seiten, an denen sie gearbeitet haben. Nicht im Bild Mathilda und Leonie, die die Jubiläumsausgabe des "Hortrundblick" auch mitgestaltet haben.
Leni, Livia, Johanna, Charlotte und Helene zeigen die Seiten, an denen sie gearbeitet haben. Nicht im Bild Mathilda und Leonie, die die Jubiläumsausgabe des "Hortrundblick" auch mitgestaltet haben. Foto: Susanne Christmann

Genthin - Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Dachten sich Charlotte, Leni, Helene, Johanna, Leonie, Mathilda, Livia, Hortleiterin Gabi Jerkowski und die Erzieherinnen Vanessa Fischer und Carolin Lange und fingen an, an einer Sonderausgabe ihrer sonst vierteljährlich erscheinenden Zeitung „Hortrundblick“ anlässlich 100 Jahre Deutsches Rotes Kreuz zu arbeiten.

Mit Sonderausgaben kennen sie sich schon aus, hatten sie doch vor einem Jahr schon einmal eine solche gestaltet, damals zum Thema Corona. Die hatten sie so gut gemacht, dass sie damit den Jugendpressepreis des Landes Sachsen-Anhalt, die Goldene Feder, ergattern konnten. Als einzige Zeitung im Land, die von Hortkindern gemacht wird und mit 99 von 100 möglichen Punkten in der Kategorie Schülerzeitungen an Grundschulen. Diesmal also das Thema „100 Jahre Deutsches Rotes Kreuz“ (DRK). Natürlich wieder mit dabei Herr Uhr, das Maskottchen, in dessen Namen auch diesmal das Vorwort geschrieben ist. „Alles, was ihr über das Deutsche Rote Kreuz wissen müsst, erfahrt ihr in dieser Sonderausgabe“, verspricht Herr Uhr und verweist auf spannende Rätsel und Ausmalbilder.

Kaum eine Frage bleibt offen

„Unsere Hortreporter“, sagt Gabi Jerkowski nicht ohne Stolz, „arbeiten inzwischen so professionell, dass sie die Rätsel im Heft selber bauen, keine Vorlagen mehr nehmen müssen“. Zum Beispiel das Gitterrätsel auf Seite 5 der Sonderausgabe, das hat Leonie „gebastelt“. In den Kästchen sind waagerecht, senkrecht, diagonal und vertikal 17 Begriffe versteckt, die alle mit dem DRK als Helfer und Lebensretter zu tun haben.

Ob Informationen über den DRK-Landesverband, über Erste-Hilfe-Maßnahmen oder die Rettungskette - so gut wie keine Frage über das DRK bleibt nach der Lektüre dieser Sonderausgabe offen. Auch nicht die über den Helden. Damit sind ausnahmsweise einmal nicht die Lebensretter vom DRK gemeint, die oft genug Heldenhaftes leisten. Nein, „Held“ ist in diesem Falle eine Eselsbrücke, anhand der man sich leichter merken kann, was zu tun ist, wenn man selbst auf einen Verunglückten trifft. H - wie Hilfe rufen, einen Notruf auslösen, E - wie ermutigen und trösten, L - wie lebenswichtige Funktionen kontrollieren und D - wie Decke unterlegen und zudecken.

Horteigene Jugendrotkreuz-Gruppe

Fit in erster Hilfe sind die DRK-Hortkinder wohl so ziemlich alle, denn die horteigene Jugendrotkreuzgruppe gestaltet jedes Jahr einen Erste-Hilfe-Tag im Hort mit. Den Bericht über den Tag in diesem Jahr hat Hortleiterin Gabi Jerkowski zur Sonderausgabe beigesteuert. Für die 35-seitige Sonderausgabe haben die Hortreporter wochenlang je zwei Hortnachmittage zusammen mit den Erzieherinnen gearbeitet. Doch jetzt steht bald der Abschied von dieser Arbeit an. Die Mädchen wechseln auf weiterführende Schulen und hoffen, an einer dortigen Schulzeitung - wenn es sie denn gibt - mitarbeiten zu können. Zuvor wollen sie aber schauen, ob sie unter den jüngeren Hortkindern nicht Reporter-Nachwuchs für den „Hortrundblick“ akquirieren können.

Geschichtenerzählerin Helene hat sich indes noch eine ganze Reihe zum Thema „Magie“ ausgedacht. Ein magischer Baum-Raum spielt dabei eine Rolle. Auch ein magisches Buch. Grafisch hat sie das so umgesetzt, dass auf einem aufgeschlagenes Buch als Hintergrund der Text läuft. Ob es diese Geschichte in die nächste Ausgabe des „Hortrundblick“ schafft?