Stadtplanung

Was die Einwohner der Einheitsgemeinde Genthin künftig bewegen wird

Öffentliche Informationsrunde im Genthiner Kreishaus zum Stadtentwicklungskonzept im September geplant. Öffentliche Fragerunde mit Verantwortlichen des Planungsbüros.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept der Stadt Genthin.
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept der Stadt Genthin. Repro: Mike Fleske

Genthin - Mike Fleske

Vor wenigen Wochen hat der Genthiner Stadtrat das von der Verwaltung vorgestellte „Integrierte Stadtentwicklungskonzept 2030+" (ISEK) auf den Weg gebracht und es damit zu einer Grundlage der künftigen städtischen Planung gemacht.

Kritisiert wurde dabei, dass es zwar eine öffentliche Auslegung im Rathaus und eine Veröffentlichung im Internet gegeben habe, aber keine Bürgerversammlung mit der Möglichkeit Fragen zu stellen. Diesen Umstand begründete Baufachbereichsleiterin Dagmar Turian mit den Auflagen durch die Corona-Pandemie, die Veranstaltungen in dieser Größenordnung unmöglich gemacht hätten.

Vertreter des verantwortlichen Planungsbüros zu Gast

Nun solle aber eine Versammlung nachgeholt werden. Diese ist am 16. September um 17 Uhr im Plenarsaal des Kreishauses (Brandenburger Straße 100) geplant. Neben Vertretern der Stadtverwaltung werden auch Verantwortliche des Stadt- und Landschaftsplanungsbüros Westermann zu Gast sein, die mit der Erstellung des Entwicklungskonzeptes betraut waren. Diesen Termin gab die Baufachbereichsleiterin in der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses bekannt.

Das Stadtentwicklungskonzept sei eine Grundlage für künftige Entscheidungen der Stadt und sei unbedingt notwendig, um sich an öffentlichen Fördertöpfen beteiligen zu können, erläuterte die Baufachbereichsleiterin.

Themenfelder von Klimaschutz bis Verkehrswege

Man habe darin verschiedene Schwerpunkte etwa zu Themenbereichen wie Klimaschutz, demografische Entwicklung, Verkehrswege, medizinische Versorgung sowie Sport- und Spielplätzen oder Internetinfrastruktur aufgelistet. Dabei ist ein Ist- mit einem Soll-Zustand verglichen worden und Handlungsempfehlungen gegeben worden.

Entstanden ist das Papier unter öffentlicher Beteiligung und auch den Ortschaften Genthins. So wurden Ideen für die Zukunft entwickelt und festgestellt, was gut und weniger gut in den Dörfern funktioniert und was gebraucht wird. Vieles davon fand inzwischen Eingang in das Konzept.

Überarbeitung des Konzeptes bleibt dauerhaft möglich

Dieses sei kein starres Korsett, sondern könne und müsse je nach Bedarf fortgeschrieben werden, um es veränderten Bedingungen anpassen zu können. Etwa wenn Klimaziele bundesweit neu definiert werden oder sich die Bevölkerungszahl und damit auch die Anforderungen etwa an Bildungsträger oder Freizeitansprüche ändern.

Allerdings sei das ISEK kein Katalog für konkrete Maßnahmen, es würden sich beispielsweise keine Aussagen über die Ausschreibung von Bauland oder ähnlichem finden. Das könne mit dieser Unterlage auch nicht erfüllt werden. Wer sich das Stadtentwicklungskonzept mit seinen Inhalten anschauen möchte, kann dies auf der städtischen Internetseite tun. Hier ist es zu finden.