Genthin l Großer Auflauf vor der Feuerwache an der Geschwister-Scholl-Straße und später auf dem Schulhof der Uhland-Grundschule. Feuerwehralarm, Sirene, Blaulicht, dicker Rauch quillt aus einem Klassenraum in der oberen Etage des Schulgebäudes. Passanten, die den Einsatz der Feuerwehrleute, der Polizei und des Rettungsdienstes aus der Ferne neugierig verfolgen, bekommen allerdings schnell mit, dass hier kein „echter“ Einsatz gefahren wird. Denn dort, wo das Geschehen seinen Fortgang nimmt, sind ein Kameramann und ein kleines Aufnahme-Team den Einsatzkräften immer dicht auf den Fersen.

Junge Leute, Feuerwehrleute wie Collin Grundt aus Genthin und Lukas Richter aus Parey sowie Studenten der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg, Fachrichtung Medienbildung, haben sich zusammengefunden, um einen Imagefilm für die Genthiner Feuerwehr zu drehen. Und das möglichst professionell, so ihr gemeinsamer Anspruch.

Hilfe von Studenten

Der Ideengeber dieses Imagefilmes, der Genthiner Collin Grundt, traf vor einigen Monaten in Lukas Richter aus Parey einen „verbündeten“ Feuerwehrmann, der bereits durch ein mehrmonatiges Praktikum beim Film auf Erfahrungen am Set verweisen kann. Er wiederum ließ „Beziehungen spielen“, so dass Max Bühse und Antonia Conhoff, zwei Studenten im 6. Semester, für das Projekt gewonnen wurden. Sie betreuten in Genthin den Dreh in Kamera, Ton und Schnitt.

Bilder

Das Quartett schaffte es, für die Dreharbeiten knapp 40 Einsatzkräfte – hauptsächlich Feuerwehrleute, aber auch Polizisten und Mitarbeiter des DRK – für ihr Projekt zu mobilisieren. Freilich auch in ihrem eigenen Interesse. Nachwuchsgewinnung und ehrenamtliches Engagement stehen ganz weit oben auf ihrer Agenda, nicht erst mit diesem Imagefilm, für den sie ihr Wochenende opferten.

Ehrenamt schmackhaft machen

„Wir haben uns natürlich überlegt, was wir in einem Imagefilm selbst gern sehen würden und haben dies zur Grundlage des Skriptes gemacht. Wir wollen die Jüngeren dazu bewegen, bei der Feuerwehr zu bleiben und ihnen vermitteln, was ehrenamtliche Arbeit bedeutet“, sagte Collin Grundt am Rande der Dreharbeiten.

Eigene Story

In dem Imagestreifen ist so in eine Story eingebettet, eine Geschichte eines Jungen, der seinen Weg bei der Feuerwehr geht. „In unserem Film muss rüberkommen, dass alle Feuerwehrleute mit Herzblut bei der Sache sind. Dazu mussten wir uns natürlich Gedanken machen, wie wir dies umsetzen“, formulierte Lukas Richter den Anspruch, mit dem die jungen Filmemacher ihr Projekt angepackt haben.

„Dass die Dreharbeiten sehr aufwändig werden, hat uns nicht überrascht“, meinte Genthins Stadtwehrleiter Achim Schmechtig. „Das war uns klar, als uns das Drehteam einen sehr umfangreichen und detaillierten Ablaufplan mit den konkreten Einstellungen zuschickte.“

Die größte Herausforderung bei den Filmarbeiten sei die gesamte Koordination gewesen, resümierte Lukas Richter, der beim Dreh als Regisseur und Drehbuchautor agierte. Aber alles habe reibungslos geklappt, so dass der Zeitplan weitestgehend einhalten werden konnten.

Seine öffentliche Premiere soll der Imageclip voraussichtlich im April im Stadtkulturhaus erleben. Es ist geplant, dass der Film auch auf den soziale Netzwerken Facebook, Instagram und Youtube zum Einsatz kommen wird. Er wird auch im Genthiner Union-Kino, allerdings in Kurzform, zu sehen sein.