Genthin l „Der diesjährige Bürgerpreisträger ist ein Mann, der diesen Preis im vollen Umfang verdient hat“, machte Joachim Böhl gleich zu Beginn seiner Ausführungen deutlich. Dem früheren Tucheimer Ortsbürgermeister oblag es, die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger zu sprechen.

Wie es seine Art ist, nannte er die Dinge beim Wort und den Preisträger Gerhard Paruschke recht früh in seinen Ausführungen. Dieser sei als langjähriger Vorsitzender des MC Fiener ein Organisator schlechthin gewesen. „Er hat Dinge bewerkstelligt, die ein so kleines Dorf wie Tucheim eigentlich gar nicht bewerkstelligen kann.“

Seit 1969 Mitglied im MC Fiener Tucheim

Der heute 77-jährige Paruschke ist seit 1969 Mitglied im MC Fiener Tucheim. Das Amt des Vorsitzenden bekleidete er von 1983 bis 2016 und ist seitdem Ehrenvorsitzender des Vereins.

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Deutschlandweit bekannt ist dieser vor allem durch die Tucheimer ADAC-Enduro „Rund um den Fiener“, die im vergangenen Jahr bereits zum 50. Mal veranstaltet wurde. Mit seinem Einsatz für den Motorsport habe Paruschke bleibende Verdienste für die Region erworben.

Ehrenadeln des ADAC in Gold, Silber und Bronze sowie viele Auszeichnungen sind dafür ein deutliches Symbol. Der so Gelobte selbst war sprachlos: „Mir fehlen die Worte“, meinte Paruschke. Mit einer solchen Ehrung habe er nicht gerechnet. In die Galerie der Bürgerpreisträger wird sein Bild in den kommenden Wochen aufgenommen.

Gerhard Paruschke war beim Neujahrsempfang nicht der Einzige der sich in das Goldene Buch eintragen durfte. Diese Ehre wurde auch Vertretern der Feuerwehren der Einheitsgemeinde Genthin zuteil. Stellvertretend für alle Kameraden leisteten Achim Schmechtig (Genthin), Christian Giese, (Altenplathow) Henryk Lampert (Mützel) und Martin Reisener (Paplitz) ihre Unterschrift.

Neue Innen-Staatssekretärin hält Laudati

Zuvor hatte die neue Innen-Staatssekretärin Anne Poggemann die immense Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die ländliche Region gelobt: „Menschen, die sich für die Feuerwehren engagieren, sind Menschen die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun und damit das Gesicht der Welt verändern.“

Landesweit würden mehr als 70 Prozent aller Feuerwehreinsätze von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr bestritten. Oft unter Einsatz des eigenen Lebens und der Gesundheit und oft in sehr belastenden Situationen. In den neun Wehren der Einheitsgemeinde leisten mehr als 170 Feuerwehrangehörige ihren anspruchsvollen Dienst in den Einsatzabteilungen. Für Poggemann war es ein lobenswertes Signal, dass die Feuerwehren eine öffentliche Würdigung erfahren.