Altenklitsche l Katrin Knobel hat sich viel Zeit und Ruhe genommen, um das Zukunftsprojekt zu realisieren, zu dem am 11. und 12. Mai auf den Hof an der Altenklitscher Dorfstraße 13 eingeladen wird. Die Fragestellung ist eine wichtige, vor allem für den ländlichen Raum: Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben?

Gemeinschaftsprojekte werden gezeigt

Dazu sagt Katrin Knobel: „In Zeiten, in denen die Mietshauskasernen höher und größer werden, kommen viele Menschen an den Punkt der Vereinsamung und ein sozialer Austausch findet nur selten statt.“

Im Rahmen des Projekts werden zwei verschiedene Arten von Gemeinschaftsprojekten vorgestellt. Dazu wird ein gerade entstehendes Hausprojekt aus Magdeburg präsentiert. In einer weiteren Runde kommen Mitglieder der Akademie für angewandtes gutes Leben aus Schernbach im Schwarzwald zu Wort.

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Verantwortung für nächste Generation

Die Akademie bildet eine Gemeinschaft, die sich durch einen gemeinsamen Visionsprozess im November 2015 zusammengetan hat, um einen Lebens- und Lernort für das gute Leben zu erschaffen. Hier werden gemeinsame Werte, die sich in der Kultur aus Achtsamkeit, Teilhabe und dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber zukünftigen Generationen ausdrücken, geteilt. „Wir wollen den Teilnehmern Werkzeuge mit an die Hand geben, einen kunterbunten Haufen verschiedener Menschen zusammenzuschweißen“, so Katrin Knobel.

Die Botschaft der Projektinitiatoren: „Vielleicht bietet das Event in Klitsche einen Auftakt, der uns mehr über das zukünftige Zusammenleben nachdenken lässt und der eine oder die andere fasst sich ein Herz und geht einen ersten Schritt in Richtung Gemeinschaftsprojekt. Grundlage ist ein Wort von Laotse: „Auch eine Reise über 4000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt.“

Bienenfragestunde für Gäste

Vor dieser „Denkwerkstatt“ gibt es am Sonnabend bereits um 9 Uhr ein Yoga-Angebot. Nach den Referaten und dem Austausch gibt es mit Katrin Knobel eine Bienenfragestunde. Sie gibt auf ihrem Hof einen Einblick über die Aufgaben sowie Problemstellungen, die mit den Bienen und Blumen einhergehen, um anschließend den goldenen Saft der Honigbiene zu ernten.

Ein weiterer Punkt im Programm ist die Contact-Improvisation. Hier zeigt sich, wer sich mit einer anderen Person tanzend durch den Raum bewegen kann und zwar ohne vorgegebene Form. „Es wird ruhig und vielleicht wild, in jedem Fall aber spielerisch“, so Katrin Knobel.

Musiker aus Leipzig und Magdeburg

Eingebunden in das Rahmenprogramm sind auch Konzerte. Zu Gast sein wird die Gruppe „Welten“ aus Leipzig. Eine CD-Aufnahme im Hause Knobel zeigt: Prägend für die Musik ist der warme, melancholische, manchmal auch zerbrechlich wirkende Bandsound, der sich stilistisch im minimalistischen Indie-Jazz einordnen lässt. Aus Magdeburg kommt am Abend das DJ-Duo „Lackschuh & Kumpane Barfuß“.

Am Sonntag gibt es ab 11 Uhr in der Altenklitscher Kirche eine musikalische Matinee, mit traditioneller und experimenteller Musik. An der Orgel nimmt Gerhard Berger Platz, Friederike von Katte sowie Ulrike Schmieder übernehmen den Violinen-Part. Es ist ein Fest für alle. Als Partner und Förderer konnte man für das Fest das Bundesprogramm „Demokratie leben“ gewinnen.