Iden l Zum Start des neuen Schuljahres Mitte August wird sich der Komplex der Idener Grundschule etwas gewandelt haben. Der Baufortschritt zeige sich seit dem Beginn der durch das verantwortliche Unternehmen aus Klietz übernommenen Arbeiten fast täglich, freut sich Rektor Jens-Uwe Marquardt über die gleich zum Sommer-Ferienstart aufgenommenen Bauaktivitäten. In der Einrichtung wird ein Schulverbinderbau gebaut. Zwischen dem Schulgebäude und dem benachbarten Hort.

Das Projekt lag schon längere Zeit in der Schublade. Rechtliche Dinge bremsten die Mitglieds-Gemeinde Iden, die das Vorhaben stemmen wollte, aber nicht durfte, zunächst aus. Bauherrin ist die Verbandsgmeinde, da sie auch Träger der Grundschulen ist - daher steht sie auch in der Verantwortung, was das Finanzielle betrifft. Die Realisierung kostet über 300 000 Euro. Die Gemeinde Iden, die Eigentümerin der Schule ist, wäre bereit gewesen, zu investieren, sagt Norbert Kuhlmann. Spenden könnte sie noch – das wäre aus kommunalrechtlicher Sicht möglich. Aber im Gegensatz zu einer Abschreibung oder Nutzungsentgelten, die eine Investition nach sich ziehen würden, gibt es bei einer Spende keinen Rückfluss an Geldern. Idens Bürgermeister Norbert Kuhlmann ist jedoch nun genauso froh wie der Schulleiter, dass das lange Zeit angestrebte Projekt in die Tat umgesetzt wird.

Hort erhält einen zweiten Gruppenraum

Das neu zu errichtende Gebäudeteil verbindet die Schule mit dem Hort. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Schüler bei Regen trockenen Fußes in diesen Bereich gelangen. Der Innenbereich wird größer. Die Erweiterung diene „vorrangig dazu, der Nachfrage an Hortplätzen gerecht zu werden“, sagt Jens-Uwe Marquardt, der bereits seit Anfang der 90er Jahre die Leitung in Iden innehat. Auch nach dem Unterricht tummeln sich viele Mädchen und Jungen auf dem Schulkomplex, der Hort ist beliebt. Allerdings müssen die dort betreuten Kinder sich einen Raum teilen. Das wird sich ab dem August ändern. Der Hort erhält durch den Verbinderbau einen zweiten Gruppenraum, der etwa eine Größe von 32 Quadratmetern hat. „Aber wir gewinnen nicht nur einen Raum“, betont der Schulleiter. Nach dem Ende des Bauvorhabens kann die Grundschule ein Foyer ihr Eigen nennen, das durch eine größere Fensterfront auch sehr lichtdurchflutet wirken wird. Und immerhin eine Größe von rund 80 Quadratmetern aufweist. Da lasse sich einiges veranstalten, freut sich Marquardt auf die „neue“ Schule, die dann auch über einen neuen Eingangsbereich durch den Verbinderbau verfügen wird, inklusive einer Rampe als barrierefreien Zugang zur Bildungsstätte.

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Rohbau soll bei Schulbeginn fertig sein

Als es zur traditionellen Feier am letzten Schultag auf dem Schulhof in Iden zu regnen begann, hätten sich die Beteiligten wohl ein Dach über dem Kopf gewünscht. Solche Anlässe könnten künftig im Foyer über die Bühne gehen. Das Bauvorhaben „trägt zur Attraktivität der Schule bei“, weiß der Rektor, der auch in den Ferien, sofern er nicht im Urlaub ist, die Arbeiten verfolgen wird.

„Wir freuen uns sehr darüber“, blickt Jens-Uwe Marquardt schon voraus. Wenn alles nach Plan läuft, ist der Rohbau zum Start des Schuljahres 2019/20 fertig. Und damit auch das Gros der mit Lärm verbundenen Aufgaben. Anschließend ist der Innenausbau an der Reihe. Im Herbst soll dann feierlich der neue Komplex eingeweiht werden.

Dass durch diesen Bau der Außenbereich der Stätte verringert wird, ist für Jens-Uwe Marquardt nicht erheblich. „Wir haben hier genügend Platz.“ Zum Toben und Spielen stehen den Erst- bis Viertklässlern beidseits des Schulkomplexes Hofbereiche zur Verfügung. Eine Änderung hat es bereits im Vorfeld der Bauaktivitäten, für die die Gemeinde Iden die Baufreiheit geschaffen hat, gegeben: Der Fahrrad-Unterstand hat sich nach vorne zur Hauptstraße verlagert, die dafür vorgesehene Fläche wurde gepflastert. Die Gemeinde ist für solche Ausgaben gern bereit. In Planung ist zudem ein neuer Fahrrad-Unterstand für die Einrichtung.

Dass die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck in ihre drei Grundschul-Standorte investiert, ist für Marquardt und Kuhlmann ein sehr positives Zeichen für die Zukunft. Denn neben Iden entsteht auch in Arneburg ein Verbinderbau. Und in Goldbeck „wächst“ neben der Sekundarschule ein neuer Lernort für die Grundschüler heran.