Hessen l Der Hessener Schloss­turm präsentiert sich seit diesem Jahr im sanierten Zustand. Und das gestiegene Interesse der Besucher hat auch der Schloss-Förderverein bei seinen regelmäßigen Öffnungstagen gespürt. Finanziert wurde das Vorhaben übrigens ohne kommunale Mittel, sondern durch viele, viele Gönner und das Geld des Schlossvereins selbst. Wozu wiederum vor allem dessen Erlöse aus Veranstaltungen wie auch den Weihnachtsmärkten beitrugen.

Pläne für Steinscheune

Viel hat sich auf Schloss Hessen in den 20 Jahren, die der Förderverein besteht, getan. Aus der Ruine wurde vor allem ein Veranstaltungsort. Am Ende aller Wünsche aber ist der Verein noch lange nicht. Vereinsvorsitzender Klaus Bogoslaw blickte hinüber auf die alte Steinscheune, sie steht als nächstes im Fokus. Planungen sollen erarbeitet werden, um damit bei Fördermittelgebern erneut „Klinken putzen“ zu können. Bogoslaw verwendet den Begriff „Kulturscheune“, wenn das alte Gemäuer erst wieder ein Dach hätte. Auch Veranstaltungen wie die Schlossweihnacht würde diese Scheune wetterunabhängiger machen. Denn bei der 13. Auflage setzte im Verlauf des Sonntagnachmittags dann doch, wie vom Wetterbericht angedroht, Regen ein.

2016 ist die Steinscheune sicher noch keine Baustelle. Da steht auch für den Schlossverein die 1050-Jahr-Feier des Dorfes im Mittelpunkt. Früher als sonst soll die Saison auf Schloss Hessen beginnen. Schon ab Ende März ist eine Ausstellung zum Ortsjubiläum vorgesehen, die die Besucher mindestens bis zum Sommer begleiten wird.

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Programm steht

Das Programm der Festwoche vom 10. bis 19. Juni steht im Wesentlichen, jetzt wird vor allem am Festumzug gefeilt, wie Bogoslaw, der auch Ortsbürgermeister ist, berichtete. Der Schlossverein möchte sich mit einer weiteren Gartennacht – noch prächtiger als ohnehin schon – einbringen. Aber auch diese wird wie die Schlossweihnacht und die Festwoche ein Gemeinschaftswerk der Hessener Vereine sein.

Der Hessener Carnevalsclub „Rot-Gold“ ist schon gleich zum Jahresbeginn 2016 ganz auf das Ortsjubiläum eingestellt. Am 9. Januar beginnt der Reigen der Karnevalsveranstaltungen, der letztendlich allein fünf Abende unter das Motto „Ein dreifaches Helau auf 1050 Jahre Hessen an der Au’” stellt.

Bei der Schlossweihnacht wurde dafür kräftig die Werbetrommel gerührt, denn der Kartenvorverkauf läuft nächsten Sonntag an. Vereinsvize Olaf Keil sprach von einer langen Saison, die den Hessener Karnevalisten bevorsteht. Denn noch zehn Tage nach Aschermittwoch werden sie Gastgeber für eine Veranstaltung mit den Karnevalsvereinen der Region bis aus Anderbeck, Ilsenburg und Rimbeck sein. Und bei der 1050-Jahr-Feier werden sie natürlich auch einen Festwagen gestalten. Andere Karnevalisten werden die historischen Bilder im Umzug mit ausfüllen. „Da wird jeder benötigt“, sagte Keil.

Ein viel kleinerer „Festwagen“, eine Kutsche, ist auch bei der Schlossweihnacht jedes Jahr dabei. Karl-Heinz Wächter und Ingrid Almes aus Rohrsheim zählen sich hier längst zum Inventar, sind von Anfang an dabei. Die Pferde Wally und Felix ziehen in Hessen nicht nur für den Weihnachtsmann den Wagen, sondern vor allem für die Kinder des Dorfes. Kommenden Sonntag wird die Kutsche dann für die Rohrsheimer Kinder beim dortigen Adventsfest bereitstehen.