Halberstadt l Stillstand hat es bei der Sanierung des stark beschädigten Spiegelmausoleums im Landschaftspark Spiegelsberge nicht gegeben. Acht Monate sind zwar seit dem schwarzen Tag ins Land gezogen, an dem das für 20 000 Euro sanierte Gebäude während eines Sturmes von einem herabstürzenden Ast stark beschädigt wurde. Doch die Zeit war dank des Engagements des Vereins Halberstädter Berge erfüllt von Aktivitäten, das über 230 Jahre alte Denkmal erneut instandzusetzen. Vorerst letzter Höhepunkt: Am gestrigen Donnerstagvormittag sind zwei Sandsteinvasen auf die Eckpfeiler des Eingangstores gesetzt worden.

Bemerkenswert für diese Aktion ist das Zusammenspiel verschiedener Partner, ist Roswitha Hutfilz vom Verein Halberstädter Berge begeistert. Steinmetzmeister Frank Zimmer aus Langenstein montiert die neuen, jeweils etwa 150 Kilogramm schweren Sandsteinsockel und die restaurierten Vasen – bezahlt aus Spenden des Vereins. Mitarbeiter des Stadt- und Landschaftspflegebetriebes (Stala) helfen mit einem Kran – bezahlt aus dem Haushalt der Stadt Halberstadt. Die Reparatur der beschädigten Vasen haben die Steinmetzmeister Sebastian Hartwig und Dennis Dittrich auf eigene Kosten ausgeführt. Will man diese Unterstützung in einen Geldbetrag fassen, muss man dafür etwa 2000 Euro ansetzen, informiert Frank Zimmer auf Volksstimme-Nachfrage.

Hilfe kommt auch vom Halberstädter Lions-Club. Volker Bürger und Frank Baumgärtel nehmen die Montage der Vasen zum Anlass, um eine Spende des Lions-Clubs in Höhe von 500 Euro an den Verein zu überreichen. „Das Spiegelmausoleum ist ein wichtiges Stück Stadtgeschichte, das nach der Beschädigung unbedingt repariert werden muss. Daher unterstützen wir die Aktion sehr gern“, betont Volker Bürger.

Bilder

Damit stehen die Lions nicht allein. Bisher haben Bürger und Unternehmen etwa 14 000 Euro für die Reparaturarbeiten gespendet, informiert Roswitha Hutfilz. „Das Spektrum der Einzelspenden reicht von 10 bis zu 10 000 Euro.“ Volker Bürger: „Das zeigt die Wertschätzung und die Verbundenheit der Bürger zum Spiegelmausoleum.“ Frank Baumgärtel kritisiert, dass das wertvolle Gebäude vom Eigentümer, der Stadt Halberstadt, nicht versichert war. Mittlerweile ist das geschehen.

10 000 Euro trennen den Verein Halberstädter Berge vom Ziel der Aktion. Das Geld wird für die Instandsetzung der zerstörten gusseisernen Zaunelemente benötigt. 2000 Euro hat dafür erst kürzlich die ÖSA-Versicherung gespendet. „Wir haben außerdem einen Fördermittel-Antrag bei der Dr.-Oetker-Stiftung in Bielefeld gestellt“, berichtet Roswitha Hutfilz. Die Familie von Spiegel sei aus dieser Region gekommen, daher hofft der Verein, dass die Stiftung hilft.