Halberstadt l Feststimmung im Cecilienstift Halberstadt. Gäste aus Kirche, Politik und Wirtschaft feiern am Dienstagnachmittag die Fertigstellung des neuen Wohnheimes für Kinder und Jugendliche mit Sinnes und mehrfachen Behinderungen Haus „Dorothea“ in der Wasserturmstraße. 13 Monate sind seit der Grundsteinlegung ins Land gezogen.

26 Kindern und Jugendlichen bietet das moderne Gebäude ein neues Zuhause, mit hellen und großzügigen Räumen und besseren Möglichkeiten zur individuellen Betreuung. Dazu gehört ein Garten mit Spielgeräten, Hochbeeten und Plätzen zum Entspannen. Im Erdgeschoss des Wohnheimes haben elf Schwer- und Schwerstbehinderte ein neues Domizil gefunden, berichtet Holger Thiele, Vorstand des Cecilienstifts. Die Wohn- und Lebensbedingungen für die im neuen Haus lebenden Menschen konnten so auf lange Sicht verbessert werden, sagte der Vorstand. Über zwei Millionen Euro seien dafür ausgegeben worden.

„Ich bin froh, in einem Land zu leben, das so etwas ermöglicht“, betonte Holger Thiele. Er bedankte sich bei den vielen Unterstützern, die dabei halfen, das Projekt vom Reißbrett in die Wirklichkeit umzusetzen. Insgesamt 26 Firmen haben daran mitgearbeitet. „Es wurde sparsam und effektiv gebaut“, lobte der Vorstand.

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Probst Christoph Hackbeil, Vorsitzender des Kuratoriums des Cecilienstifts, erinnerte an die Probleme im alten Wohnheim Vor der Klus, die ursächlich für den Neubau waren. Dort lebten 15 behinderte Kinder und Jugendliche. Die alte Stadtvilla hatte jedoch einen hohen Sanierungsbedarf und es fehlte ein zweiter Rettungsweg. „Der Vorschlag reifte, einen großen Schritt zu wagen. Aus der Vision ist nun ein schönes Haus geworden“, so der Regionalbischof. Holger Thiele betonte, man habe die Modernisierung des alten Gebäudes und einen Neubau gegenübergestellt und reiflich geprüft sowie unter verschiedenen Aspekten beleuchtet, wo eine Investition am sinnvollsten wäre. Im Oktober 2014 konnte die Grundsteinlegung für den Neubau gefeiert werden.

Landrat Martin Skiebe (CDU): „Das Cecilienstift hat in Halberstadt und darüber hinaus einen guten Namen, wenn es um den Dienst am Menschen geht. Mitten in der Stadt sind die Ihnen anvertrauten Menschen in diesem Haus gut aufgehoben.“

„Das Haus bietet tolle Bedingungen für die Kinder und Jugendlichen sowie den Mitarbeitern eine warme Atmosphäre“, zeigte sich Bereichsleiterin Ina Klamroth begeistert. Namensgeberin für das Wohnheim sei Dorothea Fitzmann, klärte sie auf. Die heute 80-jährige ehemalige Lehrerin, die aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Eröffnung kommen konnte, habe im Behindertenbereich gearbeitet.