Schwanebeck l Die Erleichterung ist Schwanebecks Bürgermeister Benno Liebner (CDU) und der Vorsitzenden des Kinder- und Jugendvereins, Mandy Müller, anzusehen. Es ist geschafft! Nach zwei langen Jahren wird der Kinderspielplatz in der Kapellenstraße zur Nutzung freigegeben. Mandy Müller hält eine kurze Rede an die Versammelten und fordert die Schwanebecker Kinder auf, die Geräte auszuprobieren. Diese stürmen sofort los und hüpfen auf dem Trampolin herum oder schwingen sich auf die Wippe. Ganz mutige Jungen wagen sich sogar in die Schaukeln.

Die Eltern und die Gäste schauen vergnügt zu und lassen sich Kaffee und selbstgebackene Muffins schmecken. „Jetzt fällt mir ein Stein vom Herzen“, verrät Benno Liebner. Sein Parteifreund, Landtagskandidat Daniel Szarata, findet lobende Worte. „Ich habe den Ablauf des Projektes in der Zeitung verfolgt“, sagt er. „Was lange dauert, wird endlich gut. Das kann man wohl in dem Fall mit Fug und Recht behaupten.“ Liebner antwortet: „Zwei Jahre sind ins Land gegangen. Das Thema hat den Stadtrat lange genug beschäftigt und wir sind alle froh, dass wir den Platz nun in die Obhut des Kinder- und Jugendvereins übergeben konnten.“

Stiftung und Spenden

Insgesamt etwa 10 000 Euro seien in das Projekt geflossen. „Die Krusestiftung hat einen Großteil der Mittel bereitgestellt, dazu kamen Spenden von Gewerbetreibenden aus der Region“, erläutert der Bürgermeister. „Die Mitglieder des Vereins haben tatkräftig mit zugepackt, nicht zuletzt bei der Errichtung eines zusätzlichen Zaunes vor dem Eingangsbereich.“

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Mandy Müller erzählt, dass die Frauen sich sogar an den Betonmischer gestellt hätten. Selbst der Bürgermeister habe beim Setzen von Pfeilern persönlich mit zugefasst. „Für uns ist noch lange nicht Schluss“, sagt Müller. „Im neuen Jahr kommen noch Bänke und Geräte dazu. Sie werden errichtet, wenn es das Wetter nach dem Winter wieder zulässt.“ Der Platz stehe allen Kindern der Stadt zur Verfügung. Die Mitglieder des Vereins wollen die Aufsicht führen.

Künftig gilt Parkverbot

Liebner und die Vorsitzende enthüllen auch ein Schild an der Breitscheidstraße. Hier gilt künftig ein Parkverbot. Zuvor konnte hier Parkplatz genutzt werden. „Mit dieser Vorgabe haben wir nicht zu tun, sie ist vom Bau- und Ordnungsamt so festgelegt worden“, erklärt Mandy Müller. „Eine 30-Kilometer-Begrenzung hätte hier völlig ausgereicht“, fügt der Bürgermeister, der als Fahrlehrer tätig ist, hinzu. Den Kindern sind die Umstände völlig gleich, sie tollen auf dem Platz umher und freuen sich über den neuen Spielplatz.

Mitglieder des Kinder- und Jugendvereins verteilten mit Schokolade umhüllte Äpfel und Kuchen, die sich die Kleinen schmecken lassen. Mandy Müller verweist auf die Spielplatzordnung, die rechts neben dem Eingang platziert wurde. „Wir werden sie noch ein Stück nach unten hängen, damit die Kinder sie aus nächster Nähe sehen können“, sagt sie. „Zur Darstellung der Regeln wurden Piktogramme verwendet, damit sie auch von den jüngeren Besuchern verstanden werden können.“