Halberstadt/Berlin l Die Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund for Nature (WWF) setzt eine Belohnung für sachdienliche Hinweise zum erschossenen Luchsweibchen aus. 25.000 Euro zahlt die Organisation für Tipps, die zur Ergreifung des Täters führen.

„Wir möchten damit ein deutliches Signal senden, dass Wilderei kein Kavaliersdelikt ist, sondern ein Verbrechen“, sagt Roland Gramling. Der Pressesprecher von WWF Deutschland bestätigt, dass es sich bei dem am Freitag, 22. April, nahe des Ballenstedter Ortsteils Opperode tot aufgefundenen Tier um den ersten erschossenen Luchs im Harz handele.

Obduktionsergebnisse stehen noch aus

Die Verwaltung des Nationalparks Harz in Wernigerode hatte Strafanzeige erstattet. Zuletzt sei eine der Katzen illegal im Bayerischen Wald erlegt worden, so Gramling. Die Tötung von bedrohten Tierarten sei ein „ernst zu nehmendes Problem in Deutschland“.

Bei der Obduktion des erschossenen – und offenbar trächtigen – Luchweibchens gebe es noch keine neuen Erkenntnisse, informierte Ole Anders. Der Leiter des Luchs-Projektes im Nationalpark rechnet in den kommenden Tagen mit einem Ergebnis.