Halberstadt l Nervenaufreibende Monate stehen betroffenen Anliegern und Kraftfahrern in Halberstadt bevor. Mehrere Hauptverkehrsstraßen – darunter die Schwanebecker- und Magdeburger Straße – verwandeln sich ab Ende Mai in Großbaustellen und werden für den Straßenverkehr voll gesperrt. Zu diesen Verkehrsadern gehört die Klusstraße, wie Thomas Valentin, Geschäftsführer der Abwassergesellschaft Halberstadt (AWH), während der jüngsten Tagung des Stadtentwicklungsausschusses informierte.

Ab 30. Mai bis voraussichtlich Ende November ist die Klusstraße für die Verlegung von neuen Ver- und Entsorgungsleitungen voll gesperrt. „Vorausgesetzt, die Sanierungsarbeiten am Bahnübergang in der Quedlinburger Straße in Halberstadt sind dann beendet“, betonte Thomas Valentin. Derzeit ist die vielbefahrene B 79 dort voll gesperrt, über die Klusstraße rollt der Umleitungsverkehr.

Auf etwa 400 Metern Länge wollen die Abwassergesellschaft Halberstadt und die Halberstadtwerke in einem Gemeinschaftsprojekt in der Klusstraße die dort vorhandene Trinkwasserhauptleitung sowie die Schmutz- und Niederschlagswasserleitungen erneuern.

„Das Bauvorhaben ist sehr komplex. Die Einschränkungen werden daher für Anlieger und Passanten erheblich sein“, warnte Thomas Valentin. Die Straße ist nicht nur für den Straßenverkehr voll gesperrt, sondern auch für die Straßenbahn. Die Elektrische fährt allerdings nur in den Sommerferien nicht, schränkt der Geschäftsführer ein. In dieser Zeit erneuert die Deutsche Bahn AG am Bahnübergang in der Klusstraße Gleise, AWH und Halberstadtwerke binden unterhalb der Gleise die Leitungen in Richtung Hans-Neupert-Straße an.

Informationen zu den Umleitungsstrecken für den Straßenverkehr wollen beide Unternehmen erst kurz vor Beginn der Arbeiten veröffentlichen beziehungsweise die Anwohner darüber informieren, weil derzeit noch Gespräche anstehen. Die Anlieger sollen während der Bauzeit ihre Häuser und Firmen erreichen können.

2015, als Leitungen in der angrenzenden Hans-Neupert-Straße erneuert wurden, hat es von Anliegern und Passanten wegen der Dauer der Arbeiten und einer aus ihrer Sicht schlechten Informationspolitik starke Kritik gegeben. Daraus habe man gelernt und will es 2016 in der Klusstraße besser machen, sagte Thomas Valentin auf Volksstimme-Nachfrage.