Behnsdorf und Flechtingen bewerben sich beim 8. Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Beim Vereinsleben macht den Behnsdorfern keiner etwas vor

Von Carina Bosse

Im Dorfkern, dort, wo einstmals mehrere kleinere und größere Bauerngehöfte betrieben wurden, empfingen die Behnsdorfer am Montag die Bewertungskommission zum 8. Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft".

Behnsdorf/Flechtingen. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts ist der Bauernstein stiller Zeuge des dörflichen Lebens. Ob Gerichtsbarkeit oder Gemeindeversammlungen – stets war der Stein ein Mittelpunkt aller Aktivitäten.

Ulrich Marwan vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten aus Halberstadt, Thorsten Neitzel von der Unteren Denkmalbehörde, Carola Pommerening vom Schul- und Kulturamt sowie Sabine Laue von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Börde bildeten die Jury, die Behnsdorf während eines Rundgangs kennenlernte. Heinrich Schulze, stellvertretender Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde Flechtingen und Ortsbeauftragter für Behnsdorf, und Kora Duberow, Leiterin der Abteilung Kur und Tourismus der Gemeinde, begleiteten die Kommission auf ihrem Rundgang durch den Ort.

In der Kulturscheune berichteten sie von den vielen Veranstaltungen, die Behnsdorfer Vereine jährlich auf die Beine bekommen. Ob Wanderungen, Fahrradtouren, Sportfeste, der Fiesmeier, Konzerte und andere Feste – die Palette der kulturellen Angebote ist lang. Dass die Kulturscheune als ein kulturelles Zentrum gänzlich ohne Förderung und durch die Eigeninitiative der Behnsdorfer entstand, berichtete Heinrich Schulze den Gästen.

Die nächsten Anlaufpunkte waren die Martinikirche, der Bauernteich, der Spielplatz, die Kindertagesstätte Villa Sonnenschein, der Sportplatz, das Sportlerheim und die Turnhalle.

Medizinische Angebote im Luftkurort

Als sehr positiv fiel während der Begehung die intensive Vereinsarbeit vom Sport, über die Schule und die Kirche bis zur Kultur auf sowie die starke Verzahnung der vielen dörflichen Aktivitäten, eben das Miteinander, das in Behnsdorf bei den Bürgern sehr ausgeprägt ist. Auch der Sportkomplex ist ein Pfund, mit dem Behnsdorf durchaus wuchern kann.

Dritte Station der Jury-Rundtour im nordwestlichen Landkreis war Flechtingen. Der Luftkurort bietet mit Kirche, Schloss- und Wassermühle, der Kleinen Galerie, dem Kurhaus, der Sport- und Spiel-Freizeitanlage für Jung und Alt, dem Komplex Kindertagesstätte/Sporthalle/Bolzplatz/Grundschule, dem Einkaufsbereich, der Gastronomie und auch dem Schloss-See mit Bootsverleih eine breite Angebotspalette, die von der Kommission kennengelernt wurde.

Im Kurhaus fielen Tourist-Information, Kneippzentrum, Festsaal, Spielzimmer, Schlossausstellung, Bibliothek und Trauzimmer als kompakte Angebote ins Auge.

"Ich konnte gar nicht alles zeigen", sagte Kora Duberow, doch die Jury konnte sich ein umfassendes Bild machen.

So berichtete sie vom Sport- und Freizeitzentrum mit Bowlingbahn und Schützenhaus, dem Haus der Jugend und Vereine, der Gewerbestruktur und vom Vereinsleben.

Positiv fiel zum Beispiel die medizinische Versorgung auf, die eine sehr große Bandbreite aufweist und langfristig gesichert ist. Auch die Daseinsvorsorge für Familien von der Kindertagesstätte und der Grundschule über Sport- und Freizeiteinrichtungen bis hin zum betreuten Jugendklub sichert nachhaltig die Zukunft des Luftkurortes.

Und wenn es mit einem Sieg nicht klappt? Dann können sich die Dörfer schließlich wieder bewerben. Viele Bürger tragen auf ihre Weise zu einem lebenswerten Wohnumfeld bei, und das wird so bleiben.