Halberstadt l Mit einem Benefizkonzert unter dem Motto „Farbe zeigen – Feiern für Toleranz und Courage“ möchten die Schüler der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums ein Zeichen für ein positives Miteinander setzen. Am Freitag, 10. Juni, um 18 Uhr startet das Benefizkonzert. Bis Mitternacht spielen die drei Bands Berlin Syndrome (Alternative aus Magdeburg), In My Days (Indiepop aus Magdeburg) und The Polluters (Rock aus Halle) in der Aula des Gymnasiums.

Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Josephine Storch organisieren die sieben Schüler der AG seit Anfang des Schuljahres das Konzert. „Zum einen ist das Projekt Teil der Bedingung, weiterhin den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ tragen zu können, zum anderen möchten wir als Schule zeigen, dass Rassismus bei uns keine Chance hat“, erklärt die Lehrerin. Mit dem Benefizkonzert sollen drei Projekte unterstützt werden: „Ferienspaß ist für alle Kinder da“, ein Ferienangebot für sozial benachteiligte Kinder, „Auf eigenen Füßen stehen“, ein Projekt des Bundesfachverbandes für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und „Damit wir uns richtig verstehen“, Sprachkurse der Caritas für Asylsuchende.

Bildungsauftrag ernst genommen

„Es ist unsere Aufgabe am Gymnasium, die Schüler zu toleranten, weltoffenen und engagierten Menschen zu erziehen. Angesichts der aktuellen politischen Situation der Flüchtlingskrise, möchten wir uns bewusst gegen jede Form von Gewalt, Diskriminierung und Mobbing wenden“, betont Josephine Storch.

Die Finanzierung sichern, Bands buchen, Förderanträge stellen – das gehört normalerweise zu den Aufgaben von Veranstaltungsplanern. Im Rahmen ihrer Arbeitsgemeinschaft erledigen die Schüler diese Organisationsarbeit. Das ist nicht immer einfach. „Es war schon eine Herausforderung, die Gelder zu sammeln und Bands zu finden, die in unserem Budget liegen. Wir mussten uns erstmal ein Netzwerk erarbeiten“, sagt Saskia Ledderbohm. „Doch unser Ziel, mit Musik etwas zu bewegen und ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen, haben wir dabei nie aus den Augen verloren“, so die Schülerin weiter. Finanzielle und materielle Unterstützung bekommen die Schüler dabei von ihrem Gymnasium und von zahlreichen Sponsoren.

Außerschulisches Engagement

Jeweils eine Stunde in der Woche treffen sich die Schüler seit Beginn des Schuljahres mit ihrer Lehrerin, um das Konzert zu organisieren. Doch ihr Engagement endet nicht mit dem Verlassen der Schule. „Wir haben jede Woche einen Kuchenbasar veranstaltet, manchmal auch Länder-Basare mit besonderen Spezialitäten aus dem jeweiligen Land“, sagt Lena Puhrer. Gebacken wurde dafür natürlich nicht in der Schule, sondern während der Freizeit. So erarbeiten sich die Schüler einen Teil der Gelder selbst.

 „Die größte Belohnung für unser Engagement wäre es, wenn das Benefizkonzert ein voller Erfolg wird“, so die Schüler der AG. Sie wünschen sich, dass die Aula des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums am 10. Juni voll besetzt sein wird. Das Konzert bildet für das gesamte Gymnasium einen besonderen Abschluss des Schuljahres 2015/2016. „Wir würden uns über viele Besucher freuen, die mit uns der Meinung sind, dass Rassismus und Mobbing in unserer Gesellschaft nichts zu suchen haben“, sind sich Lehrerin Josephine Storch und die Schüler der AG einig.