Zahlen & Fakten zum Benefizlauf

Rekord: 716 Meldungen gab es für den 8. Harzer Benefizlauf, 94 Teams (Zweier- und Vierergruppen) starteten für den Hauptlauf. 320 Kinder hatten sich für den Bambinilauf angemeldet.

Die Kinder schafften 2268 Runden, bei den Teams ab 15 Jahren waren es 380, damit liegt die Gesamtrundenzahl bei 6068. Das ergibt eine Spendensumme von 30 140 Euro.

Das Team mit den meisten Runden war das der Deutschen Vermögensberatung Ralf Lehr – 81 Runden schlagen hier zu Buche.

Auf Platz zwei folgt das Team der Hochschule Harz mit 79 Runden, gefolgt auf Platz drei vom Team Vollgas, das 77 Runden zum Erfolg beisteuerte.

Der Einzelläufer mit den meisten Runden kam aus dem Team der Hochschule Harz – 24 Runden schaffte er in den zwei Stunden des Laufs.

Halberstadt l Die Kirchenturmspitzen hängen im Nebel, die Morgensonne kämpft gegen die milchigen Schichten. Die Stundenuhr schlägt sechsmal, Straßen und Wege sind menschenleer. Fast, denn mitten auf dem Fischmarkt steht ein Pkw mit Anhänger, drei kleinere Transporter, ein weiterer rollt gerade auf den Platz. Die ersten Helfer sind da, Avery Kolle und Stefanie Dreßler sagen, was zu tun ist. Derweil baut das Team um Tom Kasten die große Traverse zusammen. Die Brücke markiert den Start- und Zielbereich des 8. Harzer Benefizlaufs, der in wenigen Stunden startet.

„Um acht wollen wir mit der Ausgabe der Startnummern beginnen“, sagt Stefanie Dreßler. Bis dahin müssen die Pavillons stehen, die Absperrgitter auf der Strecke aufgebaut, das Flatterband gezogen sein.

Müll und Scherben

Handgriffe, die den Helfern vertraut sind, die meisten waren schon in den Vorjahren dabei, einige wie Vereinschef Avery Kolle und Stefanie Dreßler schon beim allerersten Lauf. Während die Ansage „10 oben, 20 hier und 10 ganz hinten“ von der kleinen Schar, die sich um die Absperrgitter kümmert, umgesetzt wird, sind Kolle und Dreßler im Gespräch mit Wolfgang Hartmann. Glasscherben liegen auf dem Platz, leere Schnapsflaschen, Zigarettenkippen, Verpackungsreste. „Geht heut noch, sieht sonst schlimmer aus“, berichtet der Mitarbeiter der Ordnungsabteilung der Stadt.

Er hat schlechte Nachrichten, die Kehrmaschine sei kaputt, wurde ihm gesagt. „Dann müssen wir mit Besen und Schippe ran“, sagt Hartmann, während ein Mitarbeiter der Stala auf den Markt fährt und anfängt, aufzuräumen. Das Glas bereitet allen Sorgen, schließlich soll sich kein Läufer verletzen und die Hüpfburg heile bleiben. Wenig später kommt doch noch eine kleine Kehrmaschine und düst über den Platz.

Suche nach Stammzellenspendern

Inzwischen ist Tom Kasten fertig, er muss weiter, die nächste Bühne aufbauen – in Staßfurt. „Wir haben heute auch eine Parallelveranstaltung“, sagt Avery Kolle. In Salzgitter gibt es ein großes Feuerwehrfest, der Verein krebskranke Kinder Harz ist mit einer großen Typisierungsaktion dabei. Der Suche nach Stammzellenspendern widmet sich der Verein in den vergangenen Jahre mehr und mehr, ebenso wie der Hautkrebsprävention im Kindesalter und seinem Aufgabenfeld der Betreuung betroffene Familien. Inzwischen ist so viel zu tun, dass man einen hauptamtlichen Geschäftsführer brauchen könnte, noch wuppt der Verein alles ehrenamtlich. „Die vielen Veranstaltungen sind toll, aber sie kosten viel Kraft von unseren aktiven Mitgliedern“, sagt Kolle.

Während zwei Helfer Werbebanner der Sponsoren an den Absperrgittern anbringen, sind die Pavillons zur Startnummernausgabe aufgebaut, Getränkekisten an die Ausgabestationen gebracht, wenig später kommen die Obstkisten und Müsliregiel dazu. Die Band Get Round baut ihre Instrumente und Technik auf. Alle warten auf die Bierzeltgarnituren. Als die mit Verspätung eintreffen, wird ruck, zuck abgeladen und aufgestellt. Kurz vor acht Uhr rollt das Team der Zeitmessfirma aus Leipzig auf den Platz, die ersten Läufer warten schon an der Startnummernausgabe.