Halberstadt l 587 Kinder sind 2017 im Frau-Mutter-Kind-Zentrum des Ameos-Klinikums auf die Welt gekommen – 292 Mädchen und 295 Jungen. Das teilt Katharina Fleischer, Sprecherin von Ameos, mit. Damit ist die Geburtenzahl im Vorjahr fast konstant geblieben: 216 erblickten 591 Kinder in Halberstadt das Licht der Welt. Auffällig ist, dass sich die Zahl der Zwillingsgeburten vergleichsweise stark erhöhte – von einem Paar 2016 auf sechs im vergangenen Jahr.

Jedoch ist im Halberstädter Klinikum ein genereller Abwärtstrend zu beobachten. 2015 wurden 626, 2014 sogar 631 Kinder geboren. Die Zahlen für das gesamte Land zeigen eine andere Entwicklung. Während die Geburtenzahlen im Halberstädter Klinikum kontinuierlich leicht sinken, sind die des gesamten Landes 2016 das dritte Jahr in Folge gestiegen. 18 093 Babys kamen in Sachsen-Anhalt zur Welt, wie das Landesamt in Halle kürzlich veröffentlichte.

Schere zwischen Geburten und Todesfällen

Für Halberstadt bedeutet das, dass der demografische Wandel weiterhin in der Einwohnerstatistik zu sehen sein wird. Denn: Nicht alle Kinder, die im Halberstädter Krankenhaus zur Welt kommen, sind auch Einwohner der Stadt. Bis zum Oktober wurden laut Verwaltungsbericht 265 Geburten im Stadtgebiet gezählt. Dem gegenüber wurden 497 Verstorbene registriert. Bereits 2016 hat die Schere zwischen Geburtenzahlen und Todesfällen weit auseinander geklafft. Laut Statistik des Bürgerbüros wurden 235 Halberstädter geboren, 531 sind verstorben. Unter der Berücksichtigung von Zu- und Wegzügen ergab das insgesamt eine Einwohnerzahl von 34 366 Bürgern in der Kreisstadt. 2013 waren es noch 1432 mehr, also 35 798 Einwohner.

Das neue Jahr ist dagegen auffällig positiv gestartet: Allein am Neujahrstag wurden vier Babys geboren, teilt Katharina Fleischer mit. Als Erste erblickte Mia-Pauline das Licht der Welt: Am 1. Januar um 4.27 Uhr. Wie die Klinik mitteilt, war das Mädchen 54 Zentimeter groß und 3660 Gramm schwer.

Leni, Fritz und Ben bei Eltern beliebt

Mit der Namenswahl für ihre Tochter liegen Franziska und Patrick Theißen aus Schwanebeck voll im Trend. Mia gehört bundesweit zu den zehn beliebtesten Vornamen für Mädchen im Jahr 2017.

Das Ranking hat Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Ahrensburg bei Hamburg aufgestellt. Dafür hat er rund 27 Prozent der Geburtenmeldungen ausgewertet. Demnach sind laut Deutscher Presseagentur die Favoriten für Jungen Ben, Jonas, Leon, Paul, Finn/Fynn, Noah, Elias, Luis/Louis, Felix und Lucas/Lukas. Eltern von Mädchen haben sich am häufigsten für Emma, Hannah/Hanna, Mia, Sophia/Sofia, Emilia, Lina, Anna, Marie, Mila und Lea/Leah entschieden.

Bei den Zweitnamen lauten die Top 10 für Mädchen: Sophie/Sofie, Marie, Maria, Sophia/Sofia, Luise/Louise, Charlotte, Emilia, Luisa/Louisa, Katharina und Elisabeth, bei den Jungen Alexander, Elias, Maximilian, Luca/Luka, Paul, Luis/Louis, Joel, Noel, Michael und Carl/Karl.

Ein Blick auf die Babygalerie des Halberstädter Ameos-Klinikums zeigt, dass die Eltern 2017 kreativer bei der Namenswahl waren: 73 Kinder-Bilder wurden veröffentlicht, nur selten sind die gleichen Namen drunter zu lesen. Lediglich für Leni (dreimal) und Nele (zweimal) wurde sich dreimal entschieden. Drei Mädchen tragen als Zweitnamen Marie, zwei Sophie.

Bei den Jungen ist Fritz (dreimal), Pepe (zweimal) und Anton (zweimal) beliebt. Drei Jungen wurden Ben genannt, zweimal jedoch in Kombination: Ben Henry und Ben-Luca.