Halberstadt l Die Polizeibeamten rufen die Einwohner vor diesem Hintergrund zu erhöhter Wachsamkeit gegenüber verdächtigen Personen auf. Der jüngste Einbruch ereignete sich nach Angaben von Polizeisprecher Uwe Becker am Donnerstagabend in Wasserleben.

Dort drangen zwei bislang Unbekannte zwischen 17 und 18.55 Uhr gewaltsam in ein in der Friedhofstraße gelegenes Einfamilienhaus ein. Sie hebelten ein Fenster auf und gelangten so ins Gebäude. Dort wurden sie später von den Bewohnern überrascht. „Als diese nach Hause zurückkehrten, flüchteten die beiden Täter über die Terrassentür des Wohnzimmers“, so Becker. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden Bargeld und eine EC-Karte entwendet.

Die Vorgehensweise in Wasserleben deckt sich laut Polizei mit Abläufen bei anderen Einbrüchen, zu denen es jüngst im Harzkreis gekommen ist. Nach Beckers Worten wurden Fälle, die Parallelen erkennen lassen, zuletzt in Wernigerode, Quedlinburg sowie Tanne und Elend aktenkundig. Dabei seien Schmuck, Bargeld sowie EC- und Kreditkarten, Uhren, Alkohol und Münzsammlungen entwendet worden. „Augenscheinlich geht es um Bargeld oder um Dinge, die sich einfach zu Geld machen lassen“, so der Hauptkommissar.

Die Polizei schließt nicht aus, dass gegenwärtig verstärkt Serientäter unterwegs sind. Vor diesem Hintergrund bitten die Beamten um besondere Wachsamkeit. „Insbesondere sollten Fremde in einer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück Anlass für erhöhte Aufmerksamkeit sein“, so Becker. Nicht selten kundschafteten Täter im Vorfeld ihre Objekte aus. Entsprechende Auffälligkeiten sollten umgehend über Notruf der Polizei gemeldet werden. „Darüber hinaus sollte man sich die Personenbeschreibungen oder besondere Auffälligkeiten merken oder notieren.“ Bei Fahrzeugen sei es beispielsweise hilfreich, sich neben den Kennzeichen oder Kennzeichen-Fragmenten auch Hinweise zu Besonderheiten am Auto zu merken.

Neben allgemeiner Wachsamkeit rät Becker auch zu Vorsicht im Umgang mit persönlichen Daten und Informationen. „Man sollte niemals Hinweise hinterlassen, die Rückschlüsse auf eine Abwesenheit zulassen. Das gilt für soziale Netzwerke ebenso wie für Anrufbeantworter.“

Parallel zu den Ermittlungen hofft die Polizei auf Hinweise zu den beiden Täter in Wasserleben. Sie werden als jugendlich wirkend beschrieben und sind zwischen 170 und 175 Zentimeter groß und schlank. Sie waren mit dunklen Kapuzenshirts und Jeans bekleidet.

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