Ditfurt l Die Kameraden der alarmierten Feuerwehren aus Ditfurt, Wegeleben, Quedlinburg sowie Harsleben und Hedersleben konnten nicht verhindern, dass das direkt an der Ortsdurchgangsstraße befindliche Gebäude komplett ausbrennt. Kameraden des Technischen Hilfswerks (THW) aus Halberstadt und Quedlinburg trugen nach Abschluss der Löscharbeiten zwei Hausgiebelspitzen, die auf Gehweg und Straße zu stürzen drohten, ab.

Dachstuhl zündet voll durch

Der Notruf war gegen 3.45 Uhr bei Polizei und Einsatzleitstelle eingegangen, so ein Polizeisprecher. „Bei unserem Eintreffen hatte gerade der Dachstuhl durchgezündet“, so Steven Giese, Vize-Chef der Ditfurter Wehr und Einsatzleiter vor Ort. Da das Fachwerkhaus bereits in Vollbrand stand, sei es den Wehrmitgliedern nicht mehr möglich gewesen, das Haus zu betreten, um nach eventuell darin befindlichen Personen zu suchen. Ganz offensichtlich hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes aber keine Menschen mehr darin auf. Nach Angaben eines leitenden Einsatzbeamten der Polizei gab es keine Verletzten. Das Gebäude selbst sei laut Eigentümer überwiegend als Werkstatt genutzt worden.

Feuerwehren löschen bis zum Morgen

Die Feuerwehren waren bis etwa 7 Uhr mit den Löscharbeiten beschäftigt. Nachdem schon beim Eintreffen klar war, dass das Haus nicht mehr zu retten war, konzentrierten sich die Wehren darauf, in der engen Wohnbebauung ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern. Dabei kam unter anderem auch das Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr Wegeleben zum Einsatz, so Steven Giese.

Insgesamt waren 73 Einsatzkräfte der fünf Feuerwehren mit elf Fahrzeugen vor Ort, hieß es seitens der Polizei. Auch Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse machte sich vor Ort persönlich ein Bild vom Einsatz.

THW trägt Hausgiebelspitzen ab

Die Brandursache ist laut Polizei noch unklar. Das Gebäude sei für die weiteren Ermittlungen zur Brandursache beschlagnahmt worden, so der Leitende Einsatzbeamte vom Dienst im Harzer Polizeirevier am Samstagnachmittag. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 10 000 Euro. Die Hauptdurchgangsstraße in Ditfurt war aufgrund der Sicherungsarbeiten, die das THW mit schwerem Gerät realisierte, am Samstag bis 15.40 Uhr voll gesperrt. Letztlich trugen die Kameraden des THW die Spitzen zweier Giebel vorsorglich ab.