Halberstadt l Feuerwehr und dann Versorgungstruppe? Passt wohl erstmal nicht ins Bild. Dabei sind solche Aufgaben nicht zu unterschätzen, wie die Jahresbilanz der Sarg-stedter Feuerwehr zeigte, denn die Ortswehr stellt innerhalb der Aufgabenteilung unter den Wehren im Stadtgebiet die Versorgungstruppe. Diese „rückwärtigen Dienste“ wurden vor einigen Jahren neu aufgestellt, und Ortswehrleiter Thorsten Bache sehe die Versorgungstruppe „als vorbildlich organisiert“ an, berichtete jetzt Lars Hartmann nach der jüngsten Jahreshauptversammlung der Sargstedter Wehr.

Beim Hochwasser 3000 Brötchen geschmiert

Beim Einsatz während des Juli-Hochwassers im vorigen Jahr wurden an die Einsatzkräfte nicht nur Getränke und Würstchen ausgegeben, sondern auch 3000 Brötchen zur Verpflegung der Kameraden geschmiert. Eine Leistung, die Respekt verdiente, so Bache.

„Die Ortsfeuerwehr Sargstedt bildet in Bezug auf die Jahreshauptversammlungen das Schlusslicht der insgesamt acht Ortswehren in unserem Stadtgebiet“, sagt Wehrsprecher Lars Hartmann. So lud die Wehrleitung, bestehend aus Ortswehrcehf Thorsten Bache und seinem Stellvertreter Mike Nagel, am vergangenen Freitagabend in die Halberstädter Straße 12 a in Sargstedt ein.

Nachwuchsarbeit im Ort zahlt sich aus

Thorsten Bache leitete seinen Rückblick mit der Begrüßung aller Anwesenden ein und nannte den Abend den Höhepunkt aller im Jahr stattfinden Veranstaltungen. „An jenem Abend wird die Arbeit der Feuerwehr transparent“, formuliert es Lars hartmann. Für die aktiven Kameraden sowie die Kinder- und Jugendfeuerwehr sei es eine ideale Möglichkeit, um den Gästen die Arbeit der Feuerwehr zu präsentieren.

Bevor Bache den Blick hinter die Kulissen ermöglichte, nutzte er die Gelegenheit, um sich bei den Einsatzkräften, den Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung sowie den Frauen und Männern der Versorgungstruppe für die gezeigte Einsatzbereitschaft zu bedanken. Denn man dürfe nicht vergessen, dass neben den Einsätzen und Ausbildungen der Feuerwehr alle Kameraden auch ein Berufs- sowie Familienleben haben.

Zwei junge Kameraden übernommen

Besonders erfreulich sei im vergangenen Jahr die Übernahme zwei junger Kameraden in den aktiven Dienst gewesen, betonte Bache. Diese kamen aus den Reihen der Jugendfeuerwehr. Das Beispiel zeige, wie elementar wichtig die Förderung der Jugendarbeit ist.

Angefangen von den jüngsten Mitgliedern über die Versorgungstruppe bis hin zu den erfahrensten und ältesten Kameraden, zählt die Ortsfeuerwehr Sargstedt derzeit 50 Mitglieder. Die 15 aktiven Kameraden, die im Einsatzdienst stehen, leisteten bei sechs Alarmierungen insgesamt 221 Stunden.

Erinnerungen an das Juli-Hochwasser

Auch bei den Sargstedtern war das Juli-Hochwasser besonders einprägsam. Über zwei Tage lang wurden in der Feuer- und Umweltwache in Halberstadt Sandsäcke gefüllt. Am Ende des zweiten Tages galt es gemeinsam mit vielen Bürgern der Stadt, diese in der Mahndorfer Straße in Halberstadt zu stapeln. „Das hat uns sicherlich alle sehr beeindruckt und deshalb ein besonderer Dank an die Bevölkerung für ihren selbstlosen Einsatz“, äußerte Bache.

Neben den Einsätzen wurden 41 Dienstabende absolviert. Auch Lehrgänge wurden besucht, an Veranstaltungen teilgenommen oder sogar in Eigenregie organisiert. So maßen sich die Sargstedter Brandschützer beim Vergleichsschießen mit dem örtlichen Schützenverein. Vor, während und nach den Osterfeuern in Sargstedter und in Halberstadt wurde geholfen, es wurde ein Martinsfeuer augerichtet und auch beim Weihnachtshof wurde hervorragend zusammengearbeitet, bilanzierte Bache. Die Ortsfeuerwehr Halberstadt bei ihrem Osterfeuer zu unterstützen, nannte Bache eine angenehme Erfahrung, die in eine Revanche zum Weihnachtshof in Sargstedt gipfelte. Auch auf den Neujahrsempfang mit den Mitgliedern des Schützenvereins und Gästen aus Athenstedt und der Feuerwehr Halberstadt, blickte der Wehrleiter positiv zurück.

Rasche Hilfe von den Athenstedtern

Am Sargstedter Gerätehaus gab es einige Instandhaltungsarbeiten zu erledigen. Insgesamt ergäben sich somit in Addition stolze 1974 geleistete Stunden für das Jahr 2017, so Bache.

Dank galt der Ortsfeuerwehr Athenstedt. Diese hilft mit ihrem Mannschaftstransportfahrzeug beim Transport der Kinder- und Jugendfeuerwehr. „Ohne deren Hilfe wäre seit dem Ausfall unseres Fahrzeugs eine Ausbildung nicht mehr möglich gewesen“, sagte Bache.

Lob für die Pressesprecher der Wehr

Ein großes Lob hatte Bache für Chris Buchold und Lars Hartmann von der Ortsfeuerwehr Halberstadt parat. Beide kümmern sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtfeuerwehr. „Arbeit und Zeit nach Einsätzen oder Veranstaltungen noch aufzubringen, um das Erlebte in Worte zu fassen, ist bemerkenswert“, so Bache.