Halberstadt l Wenn alles klappt, läuft das Projekt noch bis zum Juni 2022. „Aber wir denken schon, dass die Förderung der Europäischen Union kommt“, sagt Barbara Splitthoff. Gemeinsam mit Sonja Ristau und Marion Hilbert ist sie als Regionalberaterin für das von der EU und dem Land Sachsen-Anhalt finanzierte Landesprojekt „Fachkraft im Fokus“ tätig. Während sich Barbara Splitthoff auf die Unterstützung von Unternehmen konzentriert, berät Sonja Ristau Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln oder umorientieren wollen.

Marion Hilbert ist zuständig für die Willkommensbegleitung. „Dabei geht es vor allem darum, interessierte Unternehmen über die Beschäftigungsmöglichkeiten ausländischer Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern zu informieren“, sagt sie. Dabei arbeitet sie eng mit dem WelcomeCenter Sachsen-Anhalt zusammen, eine erste zentrale Anlauf- und Informationsstelle für Fachkräfte und Familien, die erstmals nach Sachsen-Anhalt ziehen oder zurückkehren möchten. „Mein Schwerpunkt ist dabei die individuelle Beratung interessierter Arbeitgeber, ich begleite auch das Onboarding also die Integration der neu eingestellten Mitarbeiter.“ Dazu gehöre auf der einen Seite die Begleitung der interessierten Arbeitnehmer, auf der anderen Seite die Hilfestellung für Unternehmen, zum Beispiel um Förderprogramme für erforderliche Qualifizierungen wie Sprachkurse nutzen zu können.

„Es gibt durchaus Möglichkeiten, viele Kosten erstattet zu bekommen, das gilt auch für meine Kunden“, bestätigt Sonja Ristau. Sie berät die Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen zum Beispiel keine Qualifizierung über die Arbeitsagentur bekommen können oder die als Berufstätige gar nicht wissen, welche Möglichkeiten sie eigentlich haben, um sich weiterzubilden, ihre Karriere voranzutreiben oder beruflich neu zu starten.

Stellenbörse für Firmen und Arbeitnehmer

Dazu gehört, dass Sonja Ris­tau die kostenfreie Stellen- und Fachkräftebörse für die Regionalstelle Harz betreut. Sie stellt zum einen die Angebote von Firmen online, aber auch die Suchanfragen von Fachkräften. Unternehmen und Fachkräfte in Kontakt zu bringen ist ein Schwerpunkt der Arbeit, neben der individuellen Beratung. „Immerhin können zwischen 60 bis 80 Prozent der Kosten für Weiterbildungen als Zuschuss gewährt werden“, sagt Ristau. Leider sei das vielen nicht bekannt, um so wichtiger ist das Beratungsangebot.

Ristau ist wie ihre Kolleginnen bei unterschiedlichsten Veranstaltungen zu Gast, stellt das Landesprojekt vor, ermuntert zur Kontaktaufnahme. „Es ist schwer, an die Fachkräfte heranzukommen, deshalb arbeite ich eng mit Weiterbildungsinstituten, der Agentur für Arbeit und der KoBa sowie den Gewerkschaften zusammen, um die Informationen möglichst breit streuen zu können.“ Zurzeit bereitet sie gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule eine Veranstaltung für den 27. Januar vor, die unter dem Titel „Wer macht denn so was?“ Informationen rund um das Thema Weiterbildung, Qualifizierung und Co. bieten wird.

Die Harzer sind eine von fünf Regionalberatungsstellen in Sachsen-Anhalt, die die Landesinitiative betreibt. Das Landesministerium für Arbeit, Soziales und Integration hat sich dazu Partner ins Boot geholt, bei denen die Berater befristet angestellt sind – die Förderservice GmbH der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, das ISW Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gGmbH sowie der MA&T GmbH, wobei MA&T für Mensch, Arbeit und Technik steht.

Regionalberatungsstelle Harz, Otto-Spielmann-Straße 2, 38820 Halberstadt, Telefon (0 39 41) 4 19 50 66, E-Mail an halberstadt@fachkraft-im-fokus.de