Dedeleben l Schöner wohnen ist Programm bei Ellen Schahn. Ihre Wohnung gleicht einem Refugium für alle, die gern mit Nadel und Faden arbeiten. Die Frauen, die sich regelmäßig zum Vogelsdorfer „Ideen-stübchen“ treffen, haben zwar gewusst, dass ihre Handarbeitsfreundin sehr kreativ ist, dass Ellen Schahn jedoch eine solche Fülle von ganz unterschiedlichen Arbeiten fertigt und diese auch noch bestens zu präsentieren weiß, hat die Besucherinnen dann doch sehr erstaunt.

Firmensitz gefunden

Die Wahl-Dedelebenerin Ellen Schahn ist 1997, gemeinsam mit ihrem Mann Albert Krohn, aus dem Rheinland in die kleine Gemeinde Dedeleben gekommen. Damals hatten die beiden Geschäftsführer für ihre Firma „öko-Norm“ eine neue Betriebsstätte gesucht und im ehemaligen Kleiderwerk gefunden. Die Firma stellt ökologisch unbedenkliche Stiften, Kneten und Farben her und ist weltweit aktiv.

Umbau endlich erledigt

„Seit wir hier angekommen sind, haben wir das Haus umgebaut“, sagt Ellen Schahn, die in der obersten Etage des Gebäudes wohnt. Nun sei der Bau endlich beendet. „Ich habe genügend Platz, um meine Handarbeiten zu zeigen“, sagt Ellen Schahn. Mit der Präsentation ihrer unzähligen Eigenkreationen hat Ellen Schahn ihrem Zuhause nun den letzten Schliff verpasst. Jede Wand und jeder Winkel ist ausgenutzt und birgt eine Fülle von Unikaten, von klitzeklein Tis beinahe überdimensional. Dabei wird deutlich, dass Ellen Schahn nicht nur ein großes Talent besitzt, mit Nadel und Faden umzugehen, sondern auch eine Gabe für Innendekoration.

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Sogar der Arbeitsbereich, mit speziellen Maschinen und einer Fülle von Stoffen und Garnen ist ein Hingucker und könnte glatt einem Hochglanzmagazin entsprungen sein.

Von Mutter inspiriert worden

Schon als Kind habe sie sich für Handarbeiten interessiert und sei von ihrer Mutter inspiriert worden. Neben dem Stricken und Häkeln hat sich Ellen Schahn vor allem dem Sticken verschrieben. Freizeit und Urlaube nutzt sie gern, um neue Arten des Stickens kennen zu lernen und auszuprobieren. So hat sie sich besonders mit dem Dänischen Kreuzstich befasst, war dazu auch öfter im Ursprungsland Dänemark und gehört seit 2000 der Stickgruppe „Dänischer Kreuzstich“ in Salzgitter an.

„Meine Stick-Leidenschaft hat mir das Einleben in meine neue Heimat Dedeleben sehr erleichtert“, betont Ellen Schahn. Sie habe viele neue Kontakte geknüpft und gute Freundinnen gefunden. Gern gibt sie ihr Wissen und ihre Leidenschaft auch bei Workshops weiter.

Führungen möglich

Am liebsten würde Ellen Schahn ihr privates Refugium allen Gleichgesinnten zeigen. „Weil wir uns hier jedoch in unseren privaten Wohnräumen befinden, muss ich davon Abstand nehmen.“ Allerdings sei sie gern bereit, interessierte Handarbeitsgruppen aus der Region zu empfangen und durch die Ausstellung zu führen. Anfragen und Anmeldungen sind unter Telefon (03 49 22) 95 09 61 möglich.

Die Besucherinnen des „Ideenstübchen“ staunen nicht nur über die vielen Handarbeiten, die zu entdecken sind, sondern bewundern auch die Räume, die selbst die viele noch aus ihrer früheren Tätigkeit im ehemaligen Kleiderwerk kennen. „Nicht wiederzuerkennen“, lautet das einmütige Urteil.