Orgelbauer holt Musiker-Ehepaar nach Dingelstedt / Instrument hat Seltenheitswert

Im Gotteshaus werden alle Sinne berührt

Von Sandra Reulecke

Ein Konzert, das alle Sinne anspricht, erwartet die Besucher der Stephani-Kirche. Das Ehepaar Lenz überrascht seine Zuhörer mit vierhändigem Orgelspiel und dazu passenden Süßigkeiten.

Dingelstedt l Es verspricht eine Verführung aller Sinne zu werden - und das in einer Kirche. Am Sonnabend, dem 13. Oktober, erwartet die Besucher der Dingelstedter St.-Stephani-Kirche ein besonderes Konzerterlebnis. Ab 17 Uhr präsentieren Iris und Carsten Lenz aus Wiesbaden ihr vierhändiges und -füßiges Orgelspiel.

Versüßt werden die Werke von Komponisten wie Händel und Berwald mit Schokoladen und Pralinen. "So etwas haben die Kirchgänger wohl noch nie erlebt und gehört. Es wird überwältigend", verspricht Martin Lodahl.

Der Orgelbauer knüpfte durch seine Arbeit vor einigen Jahren Kontakt zu den beiden Musikern, die weltweit Erfolge feiern. Er organisierte bereits ein Konzert in Dingelstedt mit den Organisten. "Wir wollen den Ort durch Handwerk und Musik bereichern. Nicht, dass jemand sagen kann, bei uns wäre nichts los", so Lodahl. "Die Kirche und die Orgel sind fantastisch, man sollte ihr Potenzial nutzen."

Vor gut sieben Jahren setzte er die Orgel wieder instand. "Das war bitter nötig", erinnert sich Martin Lodahl. Das Instrument wurde 1886 von Eduard Hülle erbaut. "Es gibt nur wenige Orgeln von diesem Erbauer. Die in St. Stephani ist komplett erhalten und mittlerweile in einem sehr guten Zustand", so der Dingelstedter.

Dieses Mal war es der Wunsch des Ehepaars, mit ihrer außergewöhnlichen Konzert-Idee in das Huy-Dorf zu kommen. "Die Orgel ist eine absolute Rarität", berichtet Carsten Lenz. "Es ist schon etwas Besonderes, auf ihr zu spielen." Das Orgelspiel wird auf einer Leinwand übertragen. "Auf diese Weise können die Konzertbesucher von allen Plätzen der Kirche zuschauen", kündigt das Musikerpaar an.

Vor dem einstündigen Konzert, zu dem der Eintritt frei ist, erhalten die Zuhörer Süßigkeiten, die zur Musik ausgewählt wurden. Den Anstoß zu dieser Idee hatte eine Konzertbesucherin der beiden vor einigen Jahren gegeben. "Sie berichtete uns von einer Veranstaltung, bei der Wein und Schokolade gereicht wurde", so Carsten Lenz. "Wein- und Musikevents kannten wir schon. Aber die Kombination von Schokolade und Musik fanden wir interessant. Beim Publikum fand sie großen Anklang."

Weitere Infos im Internet unter www.lenz-musik.de