Vogelsdorf l Es hat sich herumgesprochen, dass zum Tag der offenen Tür der Feuerwehr Vogelsdorf immer etwas Besonderes geboten wird.

War es im Vorjahr eine Modenschau über die Dienstkleidung der Rettungskräfte, so zeigte in diesem Jahr der Nachwuchs der Feuerwehr den Ablauf einer Rettung und erklärte ihn dem interessierten Publikum Schritt für Schritt.

Ausgerechnet auf der Bühne war Elia Seetge zusammengebrochen. Nur gut, dass die Jugendfeuerwehr in der Nähe war und sofort reagieren konnte. Weil er nicht ansprechbar war, wählte Kameradin Ulrike Weber zunächst die 112, setzte einen Notruf ab und sprach mit der Rettungsleitstelle. Dabei beachtete sie die empfohlene Reihenfolge der Meldung, nannte zunächst ihren Namen, den Ort und erläuterte den Hergang.

Rettungswagen fährt vor

Ivo Seetge legte dann seinen kleinen Bruder Elia in die von der Leitstelle empfohlene stabile Seitenlage. Jan Kaluza erläuterte jeden einzelnen Schritt. An dieser Stelle dachten viele der Gäste noch, dass es sich bei dem Notruf nicht um einen echten Anruf gehandelt habe. Doch dann war, zum Erstaunen vieler Gäste, aus der Ferne schon die Sirene des Rettungswagens zu hören und das Fahrzeug der Rettungswache Badersleben fuhr vor.

Inzwischen hatte Wehrleiter Frank Weber die Moderation übernommen und kommentierte die Handlungen der Rettungssanitäter Nils Reimann und Pierre Schlanzke, die sich um den bewusstlosen Elia kümmerten. Sie prüften die Funktionen wie Puls, Atmung und Herzschlag und schrieben ein EKG. Um den Patienten auf die Trage zu legen, leisteten die Vogelsdorfer Kameraden Hilfe, und dann verschwand die Trage mit Elia schon im Rettungsfahrzeug. Hier allerdings war dann Schluss mit der Vorführung, Elia verließ „geheilt“ den Rettungswagen und Wehrleiter Weber löste auf, dass dieser Einsatz natürlich vorher mit der Leitstelle abgesprochen und angemeldet war.