Corona-Pandemie

Klinikbetten im Harz fieberhaft gesucht

Hohe Corona-Infektionszahlen, immer mehr Intensivpatienten: Wie können im Harz schnell mehr Klinikbetten geschaffen werden?

Wenigerode/Ballenstedt/Halberstadt l Wohin mit den vielen Corona-Patienten, die stationär oder sogar intensivmedizinisch betreut werden müssen? Eine Frage, die mittlerweile länder-übergreifend diskutiert wird. Weil einerseits die Zahl der Neuinfektionen auch in Sachsen-Anhalt auf konstant hohem Niveau bleibt. Weil andererseits in den nächsten Tagen mit weiteren Patienten gerechnet werden muss, die stationär in Kliniken aufgenommen werden müssen.

Und weil obendrein andere Aspekte verschärfend hinzu kommen: Die Weihnachtstage stehen vor der Tür. Manche Kliniken haben zunehmend Schwierigkeiten, geheilte, aber pflegebedürftige Patienten zu entlassen. Und dann sind da noch sächsische Kliniken, die lieber heute als morgen Patienten nach Sachsen-Anhalt verlegen würden.

Eine Lösung für die eingangs formulierte Kernfrage könnte daher bei den Reha-Kliniken liegen. Konkret: In einer Schaltkonferenz mit Vertretern des Sozialministeriums sowie Verantwortlichen auf Kreisebene wurde am Donnerstag, 17. Dezember, nach Informationen der Volksstimme die Frage thematisiert, ob und wie beispielsweise Reha-Kliniken in die Versorgung von stationär aufgenommenen Patienten eingebundenen werden können.

Der Gedanke dabei: Wenn Reha-Kliniken – im Harzkreis wären die Teufelsbad-Fachklinik in Blankenburg sowie die Paracelsus-Klinik in Bad Suderode denkbar – ihrerseits Reha-Patienten entließen, könnten Patienten aus regulären Krankenhäusen dorthin verlegt werden. Das wiederum würde dort – beispielsweise am Harzklinikum oder in den Ameos-Klinikum Halberstadt – neue Kapazitäten für Covid-Infizierte ermöglichen.