Halberstadt l Sport und Kultur seien nichts Gegensätzliches, zumindest nicht in Halberstadt. Hier gehe beides öfter eine Symbiose ein, sagt Oberbürgermeister Andreas Henke (Die Linke). Das sei ein Grund, warum er gerne die Schirmherrschaft für eine Veranstaltung übernommen habe, die nicht nur Kultur und Sport vereint, sondern mehreren Vereinen Gutes tun will. Denn das Konzert am 14. September soll Geld in die Kasse von vier Vereinen und Gruppen bringen, die ehrenamtlich in sehr unterschiedlichen Bereichen aktiv sind.

Dass er als Schüler einige Jahre lang selbst Trompete und Tenorhorn gespielt hat, erleichtere die Entscheidung, Schirmherr für ein Konzert eines Blasorchesters zu sein, außerdem. Und wenn es dann so ein bekannter und hervorragender Klangkörper wie das Landespolizeiorchester ist, sei die Entscheidung nochmal leichter, so Henke.

Spenden sammeln

Und so stellte der Oberbürgermeister denn gemeinsam mit den Organisatoren des Konzerts die Veranstaltung vor, die am 14. September möglichst viele Halberstädter ins Stadion locken soll. Anliegen ist es, Spenden zu sammeln. Deshalb spielt das Landespolizeiorchester bei freiem Eintritt, aber wirbt mit dafür, dass die Zuhörer spenden und die Hüte der Kinder, die sammeln gehen, füllen helfen.

Die Idee für das Konzert wurde im vergangenen Jahr geboren, als das Landespolizeiorchester beim Jubiläums-Open-Air des Jugendblasorchesters Halberstadt auftrat. Der Idee folgten Taten, Christine Rütting von der MS-Selbsthilfegruppe Halberstadt traute sich, bei den Magdeburgern anzufragen und bekam eine Zusage. Katja Kratzius und Carolin Timplan vom Halberstädter-Berge-Verein übernahmen die weitere Organisation und suchten einen passenden Veranstaltungsort. Das Team vom Freizeit- und Sportzentrum Halberstadt (FSZ) sagte Unterstützung zu, die Nosa GmbH als Besitzerin des Stadions stimmte zu und so war klar: Es wird wieder musikalisch im Stadionrund, nachdem erst Anfang August die Theatertenöre für volle Ränge gesorgt hatten.

„Dank der unkomplizierten Zusammenarbeit ist auch klar, dass das FSZ die Versorgung der Zuschauer übernimmt“, sagt Katja Kratzius, „und dass wir mit dem Sportland eine Regenvariante haben.“

Planung nicht einfach

Es sei zwar nicht ganz einfach, ohne jeglichen Kartenverkauf zu planen, aber FSZ-Geschäftsführer Derk Bartel weiß, dass sein Team sich kümmern wird. „Die Gaststätte hier im Stadion wird offen sein, vielleicht gibt es noch zusätzlich einen Stand, das überlegen wir noch“, so Bartel, der versteht, dass die Organisatoren vom Berge-Verein den Aufwand im Vorfeld möglichst klein halten wollen.

So kann jeder am Freitag, dem 14. September, ab 17 Uhr ins Stadion kommen, der Lust auf Bigband-Klänge und ein buntes Begleitprogramm hat. Denn die Nutznießer des um 18 Uhr beginnenden Konzerts werden ihre Arbeit vorstellen.

So können die Zuhörer sich über die Arbeit des Vereins der Pflege- und Adoptiveltern im Raum Halberstadt informieren oder darüber, was die Selbsthilfegruppe für Menschen bedeutet, die an multipler Sklerose (MS) erkrankt sind. Der Verein „Halberstädter Berge“ stellt neue Natur- und Denkmalschutzprojekte vor und die Cheerleader, die beim HT 1861 zuhause sind, sorgen für akrobatische Unterhaltung. „Wir wollen unseren Spendenanteil vor allem für die Unterstützung unserer jungen Sportler nutzen“, sagt Petra Eschke vom HT 1861, der einer von elf Vereinen im Land ist, der sich an einem Landesprojekt beteiligen darf.

Fahrt in den Zoo

Mike Reinecke von der MS-Selbsthilfegruppe berichtet, dass das Geld helfen wird, Mitgliedern, die nicht mehr so mobil sind, die Teilnahme an Veranstaltungen wie der Feier des fünfjährigen Gruppenbestehens zu ermöglichen. Die Pflege- und Adoptiveltern wollen den Kindern Gutes tun. „Vielleicht können wir ja mal wieder in den Zoo nach Leipzig fahren“, so Vorsitzende Kathrin Kube.

Und wer das Anliegen des Konzertes unterstützen will, aber nicht dabei sein kann, kann spenden auf das Konto des Halberstädter Berge e.V., IBAN: DE26 8105 2000 0339 8247 60, Verwendungszweck: Benefizkonzert.