Ditfurt l Ditfurt, Spiekerstraße/Ecke Krugstraße, unklare Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl eines Eckhauses: Mit dieser Notrufmeldung sind mehrere Feuerwehren am Samstagmorgen kurz nach 8 Uhr in das Vorharz-Dorf geeilt. Bereits auf der Anfahrt war für die Feuerwehrleute von weitem erkennbar, dass der Dachstuhl des Hauses in Vollbrand steht und gerade voll durchgezündet hat. Weitere Kräfte anderer Wehren wurden sofort nachalarmiert, um die Brandbekämpfung vor Ort mit maximaler Effektivität zu führen.

Frau wird rechtzeitig gewarnt

Trotz ihres Einsatzes konnten die Feuerwehren – zeitweilig bis zu 73 Kameraden von fünf Wehren – nicht verhindern, dass der Dachstuhl des Fachwerkhauses komplett zerstört wurde. Auch das Obergeschoss des Hauses dürfte massiv beschädigt worden sein. Glück im Unglück: Da eine Frau, die sich im Gebäude aufhielt, rechtzeitig gewarnt wurde, konnte sie sich unverletzt in Sicherheit bringen.

Flammen greifen auf Nachbarhaus über

Aufgrund der engen Bebauung im Eckbereich von Spieker- und Krugstraße griffen die Flammen teilweise auf ein direkt angrenzendes Haus über. Da dessen Bewohner nicht anwesend waren, verschafften sich die Wehrleute Zugang und bekämpften die Flammen mittels Drehleiter und von innen.

Zweites Feuer binnen weniger Tage

Das verheerende Feuer, das die Wehren auch in den Mittagsstunden noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigte, ist der zweite Wohnhausbrand binnen weniger Tage in Ditfurt. Zuletzt war in der Nacht zum Samstag, 29. Dezember, ein Haus direkt an der Hauptdurchgangsstraße komplett ausgebrannt. Auch hier war das Feuer im Dachstuhl ausgebrochen. Die Brandursache ist bislang wohl noch unklar.

Das gilt auch für den jüngsten Brand. Ein Brandursachenermittler der Kripo kann erst nach Abschluss der Löscharbeiten und dem Auskühlen der Örtlichkeiten die Brandstelle näher unter die Lupe nehmen.

Feuerhaken trifft Wehrmitglied

Die Leitstelle beorderte am Samstag die Feuerwehren aus Ditfurt, Wegeleben, Quedlinburg sowie Harsleben und Hedersleben mit insgesamt 73 Kameraden vor Ort. Bei den Nachlöscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann von einem Feuerhaken an der Schulter verletzt. Über die Schwere der Verletzungen ist bislang noch nichts bekannt. Die Polizei schätzt den Brandschaden nach ersten Erkenntnissen auf rund 80 000 Euro.