Halberstadt l Noch ist er der dienstälteste, noch aktiv arbeitende Neonatologe in Sachsen-Anhalt. Doch nun geht Dr. Cornelius Presch in den Ruhestand. Fast 40 Jahre lang war er als Kinderarzt tätig, wirkte über Jahrzehnte an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Ameos-Klinikum Halberstadt und prägte diese als Chefarzt maßgeblich mit.

Karriere begann 1978

Seine Karriere begann Presch 1978 als Pflichtassistent im damaligen Halberstädter Bezirkskrankenhaus. Ein Jahr später folgte die Facharztausbildung, sechs Jahre danach wurde er Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Nachdem er seit 1990 Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin war, folgte 2004 seine Ernennung zum Chefarzt „seiner“ Klinik.

Im Beisein von rund 100 Gästen wurde der Mediziner gestern feierlich verabschiedet. Dr. Axel Paeger, Vorstandsvorsitzender der Ameos-Gruppe, dankte Presch für dessen außergewöhnlich hohes Engagement in der Versorgung der kleinen Patienten. Er würdigte die vielfältigen Impulse für das Halberstädter Klinikum, die der Chefarzt in seiner langjährigen Tätigkeit gesetzt hatte – dabei immer das Wohl der Patienten und ihrer Angehörigen im Blick.

Ein Meilenstein seines Wirkens war die Gründung des Frau-Mutter-Kind-Zentrums Mitte des Jahres 2005. Das familienorientierte Kompetenzzentrum, das gemeinsam mit der Frauenklinik betrieben wird, hat Reputation und Bekanntheit weit über die Kreisgrenzen hinaus erlangt.

Nachhaltiges Engagement

Alle Bereiche des Zentrums greifen wie Zahnräder ineinander und bilden ein Netzwerk, was man in deutschen Kliniken so nur selten vorfindet. Vielfältige und langjährige Zertifizierung des Zentrums wie „audit berufundfamilie“, „Gut drauf“ und „Ausgezeichnet für Kinder“ zeugen vom nachhaltigen Engagement des Chefarztes und seines Teams.

„Wir gönnen ihm seinen Ruhestand von Herzen und habe allergrößten Respekt vor seiner Leistung“, betonte Robert Möller, Regionalgeschäftsführer der Region Ameos Ost und kommissarischer Krankenhausdirektor in Halberstadt, „er zeichnet für wesentliche Entwicklungen in der Klinik und im Frau-Mutter-Kind-Zentrum.“

Dank an das Team

„Ich bedanke mich bei meinem Team, das mich in allem sehr engagiert unterstützt hat“, so Presch, „wir waren immer mit Herzblut, Motivation und Empathie bei der Sache.“ Seinen Nachfolger konnte er noch nicht präsentieren, dafür aber gab er die Berufung von Juliane Barleben zum 1. Mai zur Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bekannt.