Elend l Bereits zum dritten Mal ist Elend nach 2003 und 2005 Gastgeber für das alljährliche Zeltlager der Jugendwehren des Kreisfeuerwehrverbandes Harz. Es wird von Donnerstag, 28. Juni, bis Sonntag, 1. Juli, im Ortsteil der Stadt Oberharz am Brocken ausgerichtet.

Immer mehr Mädchen mit dabei

„Wir erwarten wieder 400 bis 450 Teilnehmer“, sagt Lars Meißner. Im Alter von zehn bis 17 Jahren sei alles dabei, so der Verbandsjugendfeuerwehrwart. Insgesamt gebe es momentan 61 Jugendwehren im Harzkreis. 30 bis 35 von ihnen würden in Elend vertreten sein.

Meißner: „Wir sind nicht einer der kleinsten Verbände im Land.“ Und: „Inzwischen sind etwa ein Drittel unserer Mitglieder Mädchen, die sich für unser Hobby interessieren.“

Wettbewerbe und Nachtwanderung geplant

Nach der offiziellen Eröffnung werde es eine Nachtwanderung geben. Zudem würden die Jugendwarte bei Wettbewerben gegeneinander antreten. Am Sonnabend finde ein beinahe ganztägiger Orientierungsmarsch statt. Abends folgten dann Vergleiche mit gemischten Teams. Damit solle das bessere Kennenlernen der Teilnehmer untereinander gefördert werden.

Innenminister Stahlknecht ist Schirmherr

Der Jugendwart: „Wir haben an diesem Tag auch die Kinderwehren eingeladen.“ Die Sechs- bis Zehnjährigen würden ebenfalls in verschiedenen Disziplinen um Pokale ringen. Nebenher laufe zudem ein Fotowettstreit, bei dem es darum gehe, bestimmte vorgegebene Themen umzusetzen. Am Sonntag schließlich bilde die große Siegerehrung das Finale für das unter der Schirmherrschaft von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) stehende Zeltlager.

„Wir bedanken uns bei den Feuerwehren und Jugendfeuerwehren, die in den zurückliegenden Jahren eine solche Großveranstaltung ausgerichtet haben, es aktuell vorbereiten und für die Zukunft mit uns planen“, sagt Lars Meißner. Und: „Es sind immer 20 bis 30 Leute, die im Hintergrund herumwuseln.“ Das Spektrum ihrer Aufgaben reiche von der Arbeit am Computer bis hin zur Reinigung der Toilettenhäuschen. „Wir sind froh, dass wir sie haben.“

Dank an Betreuer und Organisatoren

Ebenso zu loben sei das Engagement der Jugendfeuerwehrwarte und der Betreuer. Viele würden regelmäßig einen Teil ihres Urlaubs opfern, damit sie mit ihren Nachwuchsabteilungen an dem Zeltlager teilnehmen können. Meißner: „Das ist mit Geld nicht aufzuwiegen.“ Die Kameraden würden dies als positive Mehrbelastung sehen, die sie gern auf sich nehmen.

Offiziell gezählt worden sei diese Veranstaltung erstmals 1992. In Wasserleben habe die Geschichte seinerzeit begonnen. Seit 2010 führe der gemeinnützige Kreisfeuerwehrverband Harz als Zusammenschluss der Kreisfeuerwehrverbände Halberstadt und Wernigerode diese Tradition ununterbrochen fort.

Nächste Austragungsorte stehen fest

Inzwischen würden bereits die Vorbereitungen auf die nächsten Zeltlager laufen. So habe bereits eine Beratung beim Ausrichter der 28. Auflage 2019 in Schladen (Landkreis Wolfenbüttel) stattgefunden. Mit Stapelburg (Gemeinde Nordharz) stehe zudem der Gastgeber für 2020 fest.