Dedeleben l Endlich steht der Lkw mit den vielen Teilen für den neuen Sand- und Wasserspielplatz vor dem Tor des Freibades in Dedeleben. Die Teile bei dem aufgeweichten Boden an den vorgesehenen Platz zu bringen, wird keine leichte Aufgabe. „Unser Terminplan ist recht sportlich“, räumt Vorstandsmitglied Christian Wenig ein.

Spielplatzteile sind Unikate

Die Spielplatzteile seien alles Unikate und müssten zunächst von den Fachleuten am vorgesehenen Platz aufgestellt werden. Erst danach folgen durch die Mitarbeiter der Spezialfirma die Fundamentarbeiten. Am Ende soll die Abteilung für Gartengestaltung der Scilla Witte Schachtner KG aus Halberstadt die Restarbeiten zum Auffüllen des bisherigen Aushubs mit Sand erledigen.

Neue Sauna wartet auf Inbetriebnahme

Vor dem Winter wurden auf dem Freibadgelände schon viele Arbeiten von ehrenamtlichen Helfer erledigt. Abwasser- und Trinkwasserleitungen sowie Elektrokabel mussten in die Erde. „Jetzt sieht der Rasen natürlich schlimm aus“, erklärt Christian Wenig. Da müsse noch so einiges unternommen werden. Auch die neue Sauna steht an ihrem Platz und wartet in der Saison auf Inbetriebnahme.

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Einmaliger Sand- und Wasserspielplatz

„Die Luft wird eng.“ Nicht nur Wenig schaut auf die knappe Zeit bis zur Saisoneröffnung im Mai. Im vergangenen Jahr war die Saison witterungsbedingt nicht gut gelaufen. Das soll sich mit den neuen Attraktionen ändern. Auch Vereinsvorsitzender Axel Küstermann ist da optimistisch. Immerhin gelang es, Fördermittel aus dem EU-Leader-Programm zu erhalten. So entsteht ein 500 Quadratmeter großer Sand- und Wasserspielplatz. „Das ist einmalig in unserer Gegend“, sagt ein erfreuter Vereinschef.

Verein will mehr Gäste anlocken

Mit der neuen Sauna, der Erneuerung von Fenster und Türen sowie neuen Wellenliegebänken locke man sicher noch mehr Gäste an. „Schon jetzt hatten wir regelmäßig Besucher auch aus Halberstadt, Osterwieck und einigen Orten in Niedersachsen“. Dort gebe es solch ein Freibad auch nur in größerer Entfernung.

„Unser Vorstand ist eine gute Truppe“, so Küstermann. Von Anfang an wurden Arbeitsgruppen gebildet, damit man einen Ansprechpartner für die einzelnen Aufgaben habe. Das hat sich bewährt.

Ziel der Leader-Projekte ist es, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu verbessern. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen müssten die Spiel- und Freizeitmöglichkeiten erhalten werden. Kinder und Erwachsene sollen hier Schwimmen lernen können.

Arbeitseinsätze starten diesen Monat

In der Jahreshauptversammlung des Freibad-Fördervereins sollen die Arbeitsgruppenleiter Bericht erstatten und die nächsten Aufgaben abgesteckt werden. So wird eine Lösung für die Rasenpflege gesucht. Auch eine Markise für die Terrasse müsste her. Schließlich ist die Sicherheit der gesamten Anlage ein wichtiges Thema. „Unsere Einzäunung sollte deshalb erneuert werden“, so Christian Wenig. Dies sei sicher nur über solche Förderprojekte wie das Leader-Programm oder durch Sponsoring von Einrichtungen und Unternehmen möglich. Hier hoffen die Vereinsmitglieder auf breite Unterstützung, damit das Freibad in Betrieb bleiben kann. „Vor allem viele fleißige Hände sind bei unseren Arbeitseinsätzen gefragt, die wir ab 24. Februar jeden Sonnabend veranstalten“, so Wenig.