Ausstellung der "Samstagsmaler" in der Stephanikirche eröffnet

Osterwiecker Ecken in gemalten Bildern

Von Mario Heinicke

Ausstellungszeit in Osterwieck. Parallel zur Himmelsscheiben-Schau werden im nächsten halben Jahr Bilder der Ilsestadt in der Stephanikirche präsentiert.

Osterwieck l "Man kann sich an Osterwieck gar nicht satt sehen. Wir lieben die Stadt", sagt Hans Manhart am Montagabend in der Stephanikirche. Er ist Kunsterzieher in Bad Harzburg und leitet seit rund 20 Jahren die Gruppe der "Samstagsmaler". Diese etwa zehn Frauen und Männer von Braunschweig bis Clausthal-Zellerfeld treffen sich in keinem Atelier, sondern fahren raus in Orte und in die Natur. Ein- bis zweimal im Jahr ist dabei auch Osterwieck und seine Umgebung das Ziel.

Dabei sind es nicht nur die bekannten, typischen Stadtansichten, die die Hobbymaler aufs Papier bringen. Oft werden sie von idyllischen Gässchen, Ecken und Winkeln angezogen. "Überall locken idyllische Motive, man muss nur zugreifen", sagt Manhart. "Die Perlen prächtiger Fachwerkskunst reihen sich so dicht und konzentriert aneinander. Hinzu kommen die beschauliche Ruhe und Stille, die uns jedes Mal in der Arbeit begleiten."

Nach zwei Jahrzehnten ist ein Riesenfundus an Osterwieck-Bildern zusammengekommen. Die schönsten hat die Gruppe nun für die Ausstellung ausgewählt. Stadtmotive, aber auch einige Landschaftsbilder aus Fallstein-Wald und Flur. Ebenso Zilly mit seiner Kirche ist in der Schau zu sehen. Es handelt sich um Acrylmalereien auf Leinwand, Aquarelle, Tuschzeichnungen und Mischtechniken auf Papier. Außerdem werden in zwei Vitrinen Skizzenbücher und typische Malutensilien gezeigt.

"Schon vor Längerem war die Idee entstanden, die Früchte der Arbeit mal der Osterwiecker Öffentlichkeit zu zeigen, gewissermaßen auch als Dank dafür, was die Stadt der Gruppe im Laufe der Jahre uneigennützig künstlerisch gegeben hat", erklärt Manhart. "Nun ist jeder von uns gespannt auf Resonanz und Wirkung."

Pfarrer Stephan Eichner äußert sich zutiefst dankbar, dass diese Ausstellung jetzt in der Stephanikirche stattfinden kann. Die Himmelsscheiben-Schau, die am Donnerstag in unmittelbarer Nachbarschaft in der Kapellenstraße öffnet, sei ein sehr guter Anlass, die Besucher auch in das Gotteshaus einzuladen. "Wir können damit eine Brücke schlagen." Schon im Vorfeld habe die Bilderschau großes Interesse geweckt, stellt der Pfarrer fest. "Ein Bild hat schon einen roten Punkt und ist verkauft." Einen Teil des Erlöses wollen die Künstler der Stephanikirche zur Verfügung stellen.

Zu besichtigen ist die Ausstellung bis 30. März zu den Öffnungszeiten der Stephanikirche: dienstags bis freitags von 10.30 bis 15.30 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 12 und 13 bis 17 Uhr. Darüber hinaus präsentieren zwei Künstler aus der Gruppe abstrakte Arbeiten im "Kaffee Mitte".