Sankt Andreasberg/Braunlage (vs) l Damit dürfte ein 36-Jähriger aus Braunlage wohl kaum gerechnet haben. Kaum hatte er seine Diebesbeute malerisch im eigenen Garten drapiert, da klingelte am Sonntag auch schon die Polizei bei ihm an der Haustür.

Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Goslar berichtete, war kurz zuvor eine Holzeule von einem Grundstück in Sankt Andreasberg verschwunden. Aber da eine 150 Zentimeter hohe und etwa 50 Kilogramm schwere Holzfigur bekanntlich nicht fliegen kann, musste sie gestohlen worden sein. Die Besitzer, ein 81-jähriger Mann und seine Gattin (77), alarmierten also die Beamten. Die stellten anhand der Spurenlage schnell fest, dass der Vogel mit einem Fahrzeug abtransportiert worden war.

Während die Ordnungshüter ermittelten, dachte sich die Ehefrau, ein Aufruf bei Facebook inklusive Foto sei nicht die schlechteste Idee. Schon deshalb, weil die Eule für das Paar einen erheblichen ideellen Wert darstellt.

Gesagt, getan. Und siehe da. Nur gut zwei Stunden später meldete sich eine aufmerksame Sankt Andreasbergerin mit dem entscheidenden Hinweis. So war der Übeltäter schnell enttarnt. Der zeigte sich reuemütig, brachte die inzwischen leider lädierte Figur persönlich zu ihren Eigentümern und entschuldigte sich.

Genützt hat ihm das alles nichts. Laut Polizei hat er eine Strafanzeige wegen Diebstahls und Sachbeschädigung kassiert.