Debatte um Investitionen in Etingen

Rat will Geld für Kinder ausgeben

Von Anett Roisch

Etingen verfügt laut Gebietsänderungsvertrag noch über finanzielle Restmittel. Ein landwirtschaftlicher Weg, der von Etingen nach Kathendorf führt, die Sanierung des Sportlerheims und die Überdachung der Terrasse der Kita standen bei der jüngsten Sitzung des Etinger Ortschaftsrates zur Debatte.

Etingen l "Im Rahmen der Haushaltsdiskussion für 2013 schlage ich vor, dass wir uns für nur ein Projekt, das wir umsetzen wollen, entscheiden", sagte Hendrik Scharf (CDU), Mitglied im Stadtrat und im Etinger Ortschaftsrat. Laut Gebietsänderungsvertrag hat Etingen noch Restmittel von etwa 60000 Euro. Es gab mehrere Varianten für Projekte, die mit Hilfe der Gelder verwirklicht werden könnten.

"Das ist unsere letzte Chance, das Geld für ein Projekt in Etingen zu investieren."

Hendrik Scharf (CDU), Mitglied im Stadtrat und im Ortschaftsrat

"Das ist unsere letzte Chance, das Geld für ein Projekt in Etingen zu investieren. Die finanzielle Lage der Stadt spitzt sich immer weiter zu. Egal, für was wir uns entscheiden, aber wir sollten die Rücklagen für dieses eine Vorhaben einsetzen, damit es noch 2013 realisiert werden kann", betonte Scharf. An erster Stelle stand in der Vergangenheit immer die Instandsetzung des Radweges nach Wegenstedt. "Dafür müssen wir keine Haushaltsmittel nehmen, denn es ist kein Neubau, sondern es ist nur eine Instandsetzung. Und das ist Aufgabe der Stadt", sagte Ortsrat Frank Widdecke (parteilos).

Zur Diskussion standen auch die Instandsetzung des Weges, der von Etingen nach Kathendorf führt, die Erneuerung der Straße Bäckerweg in Etingen, die Sanierung des Sportlerheims, eine Terrassenüberdachung für die Kindertagesstätte, ein öffentlicher Spielplatz und die Sanierung der leerstehenden Schwesternstation, die als Jugendtreff genutzt werden soll.

"Wir sollten keinen Vorschlag machen, bei dem wir wissen, dass das Geld nicht reicht. Dann passiert sowieso nichts", sagte Ortsrätin Ilka Schüssling (parteilos) und favorisierte ein kleineres Vorhaben. "Die Herrichtung der Schwesternstation als Jugendklub ist mit dem Geld nicht zu bezahlen", stellte Ortschaftsrat Fritz Riecke (parteilos) fest. Er schlug vor, die Mittel für das Sportlerheim, für den Spielplatz oder für die Kindertagesstätte zu investieren. Nach einer regen Diskussion entschlossen sich die Räte, das Geld für die Überdachung der Terrasse der Kita und für Spielgeräte auf einem öffentlichen Platz einzusetzen.