Grundschule Osterwieck

Sicher auf dem Fahrrad

Mit den Corona-Lockerungen war es nun möglich, dass die Osterwiecker Grundschule die praktische Fahrradprüfung für die Viertklässler angehen konnte.

Von Mario Heinicke
Um den Slalomkurs zu schaffen, waren schon fast Steherqualitäten gefragt. Luka Kevin balancierte sein Rad sicher um die engen Kegel.
Um den Slalomkurs zu schaffen, waren schon fast Steherqualitäten gefragt. Luka Kevin balancierte sein Rad sicher um die engen Kegel. Foto: Mario Heinicke

Osterwieck - Die Sonne lachte zur Fahrradprüfung. Nicht wie sonst auf dem Schulhof im Sonnenklee ausgerichtet, sondern erstmals auf dem Parkplatz des Sportgeländes am Ratsgarten. Wichtiger Partner dabei ist die Polizei. Die Osterwiecker Regionalbereichsbeamten Steffen Maliska und Sven Reuleke bauten den Prüfungsparcours auf. Eine Strecke, die für die Viertklässler einige Schikanen bereithielt.

Diese begannen mit einem engen Slalomkurs, danach mussten die Schüler mit zum Abbiegen herausgehaltenem Arm eine Runde fahren, während der Fahrt eine Flasche greifen und danach wieder abstellen.

Eine Acht, eine Engstelle und nochmals eine Slalomstrecke vervollständigten den Parcours, der umso schwieriger zu bewältigen ist, je größer das Fahrrad ist. Und die meisten Kinder benutzen schon größere Mountainbikes.

Bevor es ans Praktische ging, stand im Winter theoretischer Unterricht mit den Klassenlehrerinnen Kerstin Oswald und Romi Reddemann auf dem Plan. Das werde wie in einer richtigen Fahrschule gehandhabt, berichtete Kerstin Oswald. Nur wer besteht, kann an der praktischen Prüfung teilnehmen. Aber die Theorie hatten alle geschafft.

Die Polizeibeamten schauten sich, bevor die Schüler aufs Rad stiegen, zunächst deren Drahtesel an. Ziehen die Bremsen? Sind Licht und eine Klingel am Rad? Bei drei Fahrrädern gab es da Probleme, konnte kein grüne Plakette fürs verkehrssichere Rad mitgegeben werden. „Das waren keine schwerwiegenden Probleme“, schätzte Sven Reuleke ein. Wenn die Kinder den Beamten das Rad mit Licht und funktionierender Klingel noch mal zeigen, erhalten auch sie ihren grünen Aufkleber.

Blick auf passenden Helm

Geschätzt ein Viertel der Osterwiecker Grundschüler kommt mit dem Fahrrad zur Sonnenkleeschule. Radwege gibt es in der Altstadt nicht. Nicht nur aus diesem Grund appellieren Polizei und Schule an die Eltern, dass ihre Sprösslinge einen Helm aufsetzen. Einen Helm, der auch richtig sitzt. „Wir halten das für sehr wichtig und achten sehr darauf“, betonte Kerstin Oswald.

Wie ein Helm schützt, hat Romi Reddemann den Kindern im Winter mit einem Experiment vor Augen geführt. Mit einem Hühnerei und einem Styroporhelm. Nur wenn der exakt sitzt, bleibt das Ei beim Aufprall heil.

Den Regionalbereichsbeamten werden die Schüler in Zukunft sicher noch das eine oder andere Mal begegnen. Wenn die Polizisten nämlich den morgendlichen radelnden Schülerverkehr unter die Lupe nehmen. Wenn’s dunkel ist oder dämmert, so berichtete Steffen Maliska aus Erfahrung, sei etwa jeder Zehnte ohne Licht am Rad unterwegs.

Nach der technischen Kontrolle durch den Polizeibeamten Steffen Maliska erhielt auch Finn Noah die Plakette für ein verkehrssicheres Fahrrad.
Nach der technischen Kontrolle durch den Polizeibeamten Steffen Maliska erhielt auch Finn Noah die Plakette für ein verkehrssicheres Fahrrad.
Foto: Mario Heinicke
Gino Noell erfüllt auf dem Parcours auch diese Aufgabe: Eine Wasserflasche während der Fahrt auf der Tonne greifen und wenige Meter weiter auf einer anderen Tonne wieder abstellen.
Gino Noell erfüllt auf dem Parcours auch diese Aufgabe: Eine Wasserflasche während der Fahrt auf der Tonne greifen und wenige Meter weiter auf einer anderen Tonne wieder abstellen.
Foto: Mario Heinicke