Langenstein l Ein Freibad nahezu ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern zu betreiben, ist wahrlich keine leichte Aufgabe. Die Mitglieder des Langensteiner Fördervereins und viele weitere Helfer schafften dies auch in der 2018er Hitzesaison – trotz Ausfalls des langjährigen Rettungsschwimmers. Nachdem dieses Problem, das den Saisonstart Ende Mai überschattet hatte, gelöst war – mit Lena Jendrischok hatte eine entsprechend qualifizierte Berufsschülerin die Aufgabe am Beckenrand übernommen – gab es nun allen Grund das traditionelle Sommerfest steigen zu lassen. Und das hatte dank der bislang supertollen Saison einen rundum sonnigen Anstrich.

Schattenplätze sind heiß begehrt

Zum Problem wurden diesmal die Parkplätze für die vielen Besucher. Dagegen boten die Wiesen im Freibad zum Liegen genug Platz. Nur die angesichts der brennenden Sonne heiß begehrten Schattenplätzen waren knapp. Besonders beim beliebten „Arschbombenwettbewerb“ rückten die Zuschauer enger an den Sprungturm heran.

Andrang beim Arschbombenwettstreit

Hier konnten sie, nach entsprechender Werbung durch Moderator Olaf Hentrich, zahlreiche Mutige bewundern, die versuchten, möglichst kunstvoll mit dem Hinterteil zuerst auf der Wasseroberfläche aufzukommen. Das Verteilen der Wertungspunkte war für die Jury alles andere als eine leichte Aufgabe. Gestartet wurde in drei Altersklassen. Viel zu lachen gab es bei manchem Klatscher oder Ausrutscher.

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Viel Applaus für Zweitklässler

Beim abschließenden Stechen sollten schließlich die Zuschauer mit ihrem Beifall selbst entscheiden, wer den elegantesten Sprung abgeliefert hatte. Am Ende punktete Lenny Kasten. Der Zweitklässler wohnt in Harsleben und überzeugte mit seinem sportlichen Einsatz auf dem Drei-Meter-Brett. Für den überglücklichen Sieger gab es den Wanderpokal und eine leckere Torte. Schließlich durften sich alle Teilnehmer am Eiswagen des fahrenden Kiosks aus Langenstein eine abkühlende Portion abholen.

Am Vormittag hatte Rolf Guckland, Vorsitzender des Sommerbad-Fördervereins, das traditionelle Fest eröffnet. An einem schattigen Plätzchen konnten die jüngeren Besucher sich beim Basteln, Malen oder dem Flechten von Zöpfen entspannen. Auch eine kleine Hüpfburg wurde gern genutzt. Im Wasser sorgten zahlreiche große und kleine Spielgeräte für Abwechslung.

Rund 600 Besucher an einem Tag

„Besonders haben wir den fleißigen Kuchenbäckern zu danken, die den ganzen Tag über die Versorgung unserer Gäste absicherten“, betonte Marion Kahmann-Böer vom Vereinsvorstand. Auch von auswärtigen Frauen habe es Unterstützung gegeben. Sie berichtete von gut 600 Besuchern, die an diesem Hochsommertag ins Freibad strömten.

Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um die Zugangsbereiche laufend in Ordnung zu halten und Tische sowie Stühle an die richtigen Plätze zu befördern. Ehrenamtliche, hieß es am Rande, würden weiterhin gesucht, um die Kassenzeiten abzusichern. Schließlich sei hier in der Hauptsaison täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet – ab 13. August dann montags bis freitags erst ab 12 Uhr.

Viel Interesse beim Schnuppertauchen

Über regen Zuspruch konnten sich auch die Vertreter des Tauchsportclubs Halberstadt freuen. Sie boten im großen Becken einen Schnupperkurs an. Wer Lust hatte, konnte unter fachkundiger Anleitung testweise abtauchen. Zum Rahmenprogramm trugen auch die Frauen, Mädchen und Jungen der Halberstädter Sportgruppe „Drums alive“ bei. Sie präsentierten bei flotten Rhythmen, wie man statt auf Trommeln auch auf großen Gummibällen für sportliche Musik sorgen kann.

Schon 8000 Gäste im Hitzesommer 2018

Jetzt hoffen die Mitglieder des Fördervereins, dass der Tag dazu beigetragen hat, den Erhalt des Sommerbades nicht nur für die Langensteiner langfristig zu sichern. Die Bilanz in diesem Sommer sei bislang glänzend, so Vereinschef Guckland. „Wir haben schon jetzt doppelt so hohe Einnahmen als im gesamten vergangenen Jahr verbuchen können. Bis zum 2. August konnten wir rund 8000 Besucher zählen. Das ist deutlich mehr als die 5100 Gäste im Sommer 2017.“