Halberstadt l Durchbeißen, kämpfen, Tore schießen, gewinnen – und das alles auf dem virtuellen Rasen. Vergangenen Sonnabend war es wieder soweit: Die Harzer, ehemals Halberstädter, FIFA-Meisterschaft jährte sich zum dritten Mal. Und diesmal sollte es einige Neuerungen geben. Initiator Denny Behrendt versprach im Vorfeld, alles werde anders: „Größer, besser, schöner“. Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei.

Es hat geklappt: Mit 52 Teilnehmern und zahlreichen Zuschauern hat das Ereignis den Initiatoren zufolge eine großartige Entwicklung genommen. Und das, obwohl die im Vorfeld angekündigte Online-Vorrunde ausfiel.

Während die ersten beiden Durchläufe der Fifa-Meisterschaft noch auf Halberstädter Ebene stattfanden und im wesentlich kleineren Spielemagazin ausgetragen wurden, machte sich die Ausweitung in diesem Jahr bemerkbar. So reisten selbst Teilnehmer aus der Landeshauptstadt Magdeburg nach Halberstadt, um am Harzer Turnier teilnehmen zu können.

Sieger Kevin Kalweit

Am Ende siegte Kevin Kalweit aus Halberstadt, vor seinem Gegenspieler Michel Holzberger aus Magdeburg und ist um eine XBox One X reicher. Der Halberstädter Sebastian Dix, der das Turnier noch im vergangenen Jahr für sich entscheiden konnte, landete auf dem dritten Rang.

An der diesjährigen Meisterschaft nahmen außerdem Alysson Andrei Vargas und Marcelo Franceschi, Spieler von Germania Halberstadt, teil. Einen „Heimsieg“ konnten die beiden auf dem virtuellen Spielfeld allerdings nicht für sich verbuchen. Dabei sein ist alles. Wie in den Vorjahren, gab es einen klaren Überschuss an männlichen Teilnehmern. Die einzige Spielerin musste sich leider recht früh aus dem Turnier verabschieden. Die gesamte Spielzeit konnten Interessierte die Partien über eine Live-Übertragung am Bildschirm mitverfolgen. Dazu dienten die Portale Facebook und YouTube.

Schirmherr zufrieden

Schirmherr der Veranstaltung ist der Landtagsabgeordnete Daniel Szarata (CDU) aus Halberstadt. Er hatte die Veranstaltung vor drei Jahren ins Leben gerufen. Heute ist er glücklich über den Erfolg: „Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, die FIFA-Meisterschaft zum größten e-Sport Turnier im Harz auszubauen“. Eines seiner Ziele liegt darin, Halberstadt für ein jüngeres Publikum attraktiver zu gestalten. Mit der FIFA-Meisterschaft ist er seinem Vorhaben einen Schritt näher gekommen. „Mit dem Turnier ist Halberstadt neben den vielen kulturellen Highlights nun auch um eine Veranstaltung für Jüngere und Junggebliebene reicher.“

Auch Denny Behrendt, Chef der Harzer Blitzergruppe, zieht positive Bilanz: „Es hat alles funktioniert. Weder gab es technische, noch gab es organisatorische Probleme“. Das zunehmende Interesse von Teilnehmern, sowie das wachsende öffentliche Interesse gibt den Beiden recht.

Daniel Szarata verspricht: „Wir gehen mit der Zeit und werden natürlich auch im kommenden Jahr die Harzer FIFA-Meisterschaft durchführen, um Halberstädter ins Stadion und Auswärtige in unsere Stadt zu locken.“